Verena Jung

Schreibupdate – 30.01.2023

Letzte Woche war eine Aufholjagd. Ich wollte unbedingt meine 100 % im Januar erreichen. Nachdem ich am Montag und Dienstag jeweils fast 2.000 Wörter und am Mittwoch rund 1.600 Wörter geschrieben hatte, war die Motivation auch groß. Am Donnerstag hatte es wegen meines Quatschen-mit-Zuschauern-Streams nur für gute 900 Wörter gereicht und am Freitag hatte ich viel um die Ohren, sodass ich auf die 300 Wörter schon stolz bin. Die großen Wortzahlen haben dazu geführt, dass ich bei meinem zweiten Teil meiner Dienstmädchenreihe auch schön vorangekommen bin. Er ist mittlerweile rund 22.000 Wörter lang und ich befinde mich ungefähr in der Mitte der Geschichte. Da ich als Zielumfang etwa 50.000 Wörter anvisiere, scheint mein Plan aufzugehen. Nebenbei habe ich über eine wichtige Nebenfigur so einiges gelernt. Wer hätte gedacht, dass jemand aus dem Adel die eingefahrenen Strukturen verachtet und sie gerne aufbrechen würde? Umso mehr passt es, dass ausgerechnet diese Figur meiner Hauptfigur helfen soll, in den Adel aufgenommen zu werden. Die Gespräche zwischen den beiden Figuren und die Gedanken meiner Hauptfigur fand ich echt spannend.

Für den Januar liege ich bei 88,6 %. Wenn ich noch einmal etwa 2.000 Wörter schreibe, habe ich die 100 % erreicht. Für 2023 stehe ich bei 7,9 %. Der Wert ist noch so winzig, aber das Jahr hat auch gerade erst begonnen. Ich bin so neugierig, was mich dieses Jahr erwartet.

Neues von Ghizmo und Gimms

Achtung! Nicht lesen, wenn du empfindlich auf Würggeräusche und den typischen Folgen reagierst.

Es war am Weihnachtsmorgen, einem SEHR FRÜHEN Weihnachtsmorgen. Nein, Jesus kommt jetzt nicht. Den hätten wir aber gebrauchen können. Einmal Hand auflegen und dem Bauchelchen wäre es wieder gut gegangen. Aber wie das halt so ist, wenn man die Heiligen braucht, sind sie nicht verfügbar. Ich bin nur froh, dass ich seit Gimms Einzug und noch in dieser Zeit einen sehr leichten Schlaf hatte, weil Ghizmo im Bett eine tierische Unruhe ausstrahlte. Gegen halb fünf wurde ich von Würggeräuschen geweckt. Ghizmo stand zwischen mir und meinem Mann und machte keine Anstalten, aus dem Bett zu springen. Ich war so müde und hatte auch wirklich keine Lust darauf, das Bett frisch beziehen und eine Waschmaschine starten zu müssen. Ich schob Ghizmo also Richtung Fußende, aber er wich mir aus und ging näher zu meinem Mann. Ich schob ihn weiter, wodurch Ghizmo auf meinen Mann treten musste. Geweckt von den Krallen erfasste mein Mann die Situation und sorgte dafür, dass Ghizmo auf seiner Seite des Bettes aussteigen musste. Langsam wurden wir klarer im Kopf, immerhin hatten wir einige Nächte nicht mehr richtig geschlafen. Mein Mann sah Gimms, auf die Ghizmo beinahe gefallen wäre. Es geschah fast zeitgleich, dass Gimms durchstartete und aus dem Zimmer rannte und Ghizmo sich erbrach. Fast hätte Ghizmo auf sie …

Der Gedanke! Lag es am Schlafentzug oder an den Feliway Steckern, die den beiden bei der Gewöhnungsphase helfen und die Menschen nicht wahrnehmen sollen, ich konnte einfach nur noch lachen. Da wollte Ghizmo nicht aus dem Bett, weil Gimms dort herumlief, und er wurde fast auf sie geworfen. Ich muss immer noch lachen, wenn ich daran denke.

Lösung zum Rätsel der Woche (KW 04/2023)

Die Lösung des gestrigen Worträtsels lautet „in puncto“. Es bedeutet so viel wie „in Bezug auf“, „hinsichtlich“ oder „was x betrifft“ und stammt aus dem Lateinischen. Deshalb wird es mit c statt k geschrieben. Für uns Deutschen wird es erschwert, sich die richtige Schreibweise zu merken, weil in Österreich und der Schweiz das Wort punkto, ohne in davor, existiert. Da kann man schnell unsicher werden. Wenn du weißt, dass du zu der Sorte Mensch gehörst, die sich verunsichern lässt oder sich diese Schreibweise nicht merken kann, rate ich dir, zu einer der oben genannten Alternativen zu greifen. Meiner Meinung nach erleichtert das zusätzlich die Verständlichkeit des Textes, weil es keine eingedeutschten Begriffe sind.

Rätsel der Woche (KW 04/2023)

Jeden Mittwoch stelle ich hier Wörter vor, die aufgrund ihrer Schreibweise schwer zu knackende Nüsse sind. Damit es nicht zu trocken ist, gestalte ich es wie ein Ratespiel. Spaß gehört beim Lernen dazu. Umso leichter lassen sich die Wörter merken. Wenn mir eine schöne Eselsbrücke einfällt, werde ich sie mit dir teilen.

Im Beitragsbild siehst du den Begriff, um den es geht. Welche Schreibweise ist korrekt? Rate mit und antworte hier. Die Lösung verrate ich morgen.

Schreibupdate – 23.01.2023

Uff, letzte Woche hat es mich echt gebeutelt. Das Dumme war, dass ich prinzipiell arbeiten konnte. Ich brauchte nur für alles gefühlt eine Ewigkeit länger. Entsprechend wenig ist passiert, obwohl ich ungefähr genauso lange gearbeitet habe wie sonst.

Zunächst einmal bin ich glücklich, den Überarbeitungsroman fertiggelesen zu haben. Dafür hatte ich nur noch eine Stunde und vierzig Minuten benötigt. Irgendwie hatte ich im Kopf, dass ich am Ende lange herumgeeiert wäre, weil ich so gerne noch was mit zwei Figuren angestellt hätte. Die eine Figur wollte, die andere nicht. Letztere hatte sich durchgesetzt, nachdem ich es aufgegeben hatte, sie noch innerhalb der Handlung zu ihrem Glück zu zwingen. Nun habe ich erfreut festgestellt, dass es sich gar nicht so hinzieht. Es passt für mich. Es geht also demnächst weiter mit der wirklichen Überarbeitung.

Zuerst will ich jedoch meinen zweiten Teil der Dienstmädchenreihe vorantreiben. Der bekam dieses Jahr noch nicht genug Aufmerksamkeit, weil es mir schwerfällt, zwischen Schreiben und Überarbeiten immer die Balance zu halten. Hier habe ich in der vergangenen Woche ganze 3.142 Wörter geschrieben. Sagenhaft. Nicht. Ich bin unzufrieden mit mir, weil ich trotz des Unwohlseins mehr hatte schaffen wollen. Obwohl ich dank eines Coworking-Streams am Freitag noch einmal „rangeklotzt“ habe, hat es nicht sein sollen. Ich hoffe sehr, dass es diese Woche besser läuft.

Ich stehe für den Januar nämlich erst bei 50,5 %. Da muss noch mehr. Für 2023 habe ich 4,5 % geschafft. Es müsste annähernd das Doppelte sein. Es geht genauso weiter wie 2022. Das nervt und demotiviert mich. Es ist ein Kampf gegen mich selbst, den ich nicht verlieren will.

Miau oder Miou?

Sprachschwierigkeiten scheint es auch unter Katzen zu geben. Vielleicht liegt es daran, dass Ghizmo so lange allein bei uns lebte und er sich unsere Körpersprache abgeschaut hat. Jedenfalls nähert er sich Gimms immer geduckt und sehr vorsichtig, wenn er mal den Mut aufbringt, sich diese schwarze Teufelin genauer anzusehen. Was bei uns Menschen Unsicherheit ausdrückt, drückt bei Katzen Angriffsbereitschaft aus. Da er bisher nicht einmal eine Pfote gegen Gimms erhoben hat, glaube ich fest, dass Ghizmo nicht weiß, was er da tut. Sobald Gimms ihn dann allerdings sieht, knurrt sie ihn an. Natürlich, sie lässt sich nicht bedrohen. Ghizmo geht dann auch direkt.

Umgekehrt stolziert Gimms langsam auf Ghizmo zu, wenn sie sich ihm nähern will. Sie will auch, dass diese getrennte Lebenssituation aufhört. Sie darf zwar mittlerweile im Schlafzimmer auf einer Decke auf dem Boden schlafen, ohne dass Ghizmo Schnappatmungen bekommt, aber sie sehnt sich doch danach, mit ihrem Artgenossen zu kuscheln. Ghizmo knurrt und faucht sofort, wenn Ghimms so auf ihn zukommt. Er duckt sich auch etwas, wobei er da nur einen auf dicke Hose macht. Hier kapiert er, dass es eine Drohgebärde ist. Vielleicht eine unterwürfige Drohgebärde? Gibt es das bei einer sprachbehinderten Katze? Wäre das möglich? Keine Ahnung. Jedenfalls bin ich froh, dass Ghizmo jetzt eine Sprachlehrerin hat, auch wenn es so aussieht, als würde es noch ein Weilchen dauern, bis sie dieselbe Sprache sprechen können.

Und was hat das mit Miau oder Miou zu tun? In Frankreich maunzen Katzen eben anders.

Lösung zum Rätsel der Woche (KW 03/2023)

Die Lösung des gestrigen Worträtsels ist Fabrikant. Vielleicht erinnerst du dich noch an das Rätsel zum Migrant. Der Fabrikant fällt unter dieselbe Regel. Die Nachsilbe -ant zeigt an, dass aktiv etwas gemacht wird. Beispiele wären der intrigierende Intrigant oder der musizierende Musikant. Wenn man weiß, zu welcher „Wortgruppe“ das Wort gehört, kann man sich also recht gut merken, dass der Fabrikant am Ende mit t geschrieben wird.

Rätsel der Woche (KW 03/2023)

Jeden Mittwoch stelle ich hier Wörter vor, die aufgrund ihrer Schreibweise schwer zu knackende Nüsse sind. Damit es nicht zu trocken ist, gestalte ich es wie ein Ratespiel. Spaß gehört beim Lernen dazu. Umso leichter lassen sich die Wörter merken. Wenn mir eine schöne Eselsbrücke einfällt, werde ich sie mit dir teilen.

Im Beitragsbild siehst du den Begriff, um den es geht. Welche Schreibweise ist korrekt? Rate mit und antworte hier. Die Lösung verrate ich morgen.

Schreibupdate – 16.01.2023

Das neue Jahr ist noch so jung und ich bin schon von meinem Plan abgewichen. Mich hat ein Plotbunny überrannt. Es war so flauschig, niedlich, mit großen, bettelnden Augen und es hatte die Idee zu einer Geschichte im Gepäck, die verheißungsvoll glitzerte. Aww, ich konnte es nicht wegschicken. Ich war einfach überzeugt, dass es dann zum Hasenhulk wird und mir den Kopf abzureißen versucht. Folglich habe ich die Idee zu einem Romananfang nicht nur notiert, sondern mit meinen Tarotkarten auch gleich geplottet. Innerhalb von 2,5 Stunden hatte ich den groben Plot zusammen und mein Twitchchat, der mich dabei tatkräftig unterstützt hatte, findet das Ergebnis gut. Ich bin schon ganz zufrieden, aber ich denke, ich kann aus dem Plot noch mehr rausholen. Jetzt hoffe ich, dass das Plotbunny mich an meinen anderen Projekten in Ruhe weiterarbeiten lässt, wobei ich gerne neue Ideen zum Plot in meine Projektdatei einfüge. Nur mit dem Figurenaufbau oder Schreiben will ich wirklich noch nicht anfangen.

Überwiegend, ganze vier Stunden, habe ich an meinem Roman aus 2015 gearbeitet. Es macht richtig Spaß, die Geschichte zu lesen und mir Stellen anzustreichen, die ich weiter ausführen will, oder sogar gleich etwas anzupassen. So ist das Überarbeiten gar nicht langweilig. Schade, dass es nicht so bleiben wird. Sobald ich richtig in der Geschichte drin bin und wirklich mit der Überarbeitung loslegen kann, wird sich das wohl ändern, aber daran will ich jetzt noch keinen Gedanken verschwenden.

Zu guter Letzt habe ich 1.521 Wörter für meine Dienstmädchenreihe geschrieben. Das ist jetzt die zweite Woche in Folge, in der ich nur an einem Tag zum Schreiben komme. Es ärgert mich, dass ich in der Geschichte nicht schon weiter bin. Allerdings ließ es sich nicht ändern. Ich bin aktuell einfach ständig unterwegs, um diverse Dinge zu regeln. Dann bleibt nicht genug Zeit, um viel zu arbeiten. Ich kann also eigentlich von Glück reden, dass ich überhaupt so viel geschrieben habe.

Den Januar habe ich schon zu 30 % erfüllt. Bei meinem aktuellen Tempo starte ich also gleich mit einem unvollständigen Monat, wenn ich nicht endlich mehr Gas gebe. Ich arbeite daran, das zu ändern. Das Jahr steht bei 2,67 %. Das klingt nach so wenig, wobei ich effektiv ja pro Monat nur 8,3 % brauche. Ach ja, ich hoffe einfach, dass es dieses Jahr nicht so chaotisch wird wie letztes Jahr, obwohl es so aussieht, als würde genau das eintreten. Künstler!

Huch!

Ghizmo tat es in der Anfangsphase von Gimms Einzug nicht so gut. Er blieb vorzugsweise im Schlafzimmer, während Gimms das Erdgeschoss für sich hatte. Wir sind tierlieb. Er bekam sein Futter und Wasser ins Schlafzimmer gebracht. Das Katzenklo im Flur musste an seinem Platz bleiben, weil er im Schlafzimmer wohl keine Stinkereien machen wollte. Mein Mann war auch so viel wie möglich bei ihm, um ihm zu zeigen, dass er immer noch die Nummer 1 im Haus ist. Ich blieb unten, damit Gimms keinen Grund hatte, nach oben zu gehen. Ghizmo ist sowieso glücklich, wenn mein Mann nach ihm sieht. Männerliebe oder so. Dafür ist Gimms auf mich fixiert. Jetzt ist es also zumindest für uns Menschen ausgeglichen.

An einem Tag brachte ich Ghizmo sein Nassfutter hoch. Mein Mann war auch noch im Schlafzimmer, also war Gimms auch da. Ghizmo war so angespannt, dass an essen nicht zu denken war. Mein Mann komplimentierte Gimms kurzerhand raus und schloss die Tür. Das fand sie nicht witzig. Sie maunzte und kratzte an der Tür, aber, da sie eine ruhige Katze ist, nur ein wenig. Ghizmo entspannte sich genug, um zu essen. Anschließend wollte er zur Tür hinaus. Ghizmo, echt keine gute Idee. Aber als gut gezogene Menschen öffneten wir ihm natürlich bereitwillig die Tür. Er stürmte los, kam aber nur ein paar Zentimeter weit, ehe er abrupt stoppte. Wenige Zentimeter von einer schwarzen Nase entfernt. Er fauchte, knurrte und rannte in entgegengesetzter Richtung auf seinen Platz im Bett, und Gimms schaute perplex.