Verena Jung

The D-Files: Die Drachen Akten

Einsendeschluss 31.12.2019. 787 Einsendungen. 140 Tage warten. Zwei Meldungen in der ganzen Zeit, die verkündeten, dass man sich zuerst auf 70 und dann auf 50 Geschichten geeinigt hätte, die in der engeren Auswahl stehen. Meine Autorenkollegen meldeten vereinzelt, eine Absage erhalten zu haben. Ich wartete immer noch. Täglich suchte ich nach neuen Infos auf den Verlagskanälen und aktualisierte regelmäßig mein Postfach, nur um meine Mails zu sichten und auch den Spam-Ordner zu kontrollieren. Ich kann die unterschwellige Aufregung, die in mir brodelte, nicht beschreiben. Ich weiß nur, dass ich nach der langen Zeit des Bangens und Hoffens eine Rückmeldung wollte. Notfalls eine Absage, wenn damit nur das Gefühlschaos endlich endete.

Gestern Abend kam die lang ersehnte Mail. „Liebe Verena, es freut mich“ konnte ich bereits in der Vorschau lesen. Was sollte das schon bedeuten? Aber ich beherrschte mich, unterdrückte das vorzeitige Freudentänzchen und las erst einmal die Mail. Ich habe es wirklich in die Anthologie geschafft. Gemeinsam mit dreiunddreißig weiteren Kollegen habe ich mich gegen diese Masse an Einsendungen durchsetzen können. Ein Ritterschlag seitens des Herausgebers, wenn ich bedenke, wie klein meine Chance war. Ein Wunder an sich, dass ich es zum dritten Mal in Folge in die Files geschafft habe. Ich freue mich unheimlich. Das Warten hat sich gelohnt.

Die Erreichbarkeit wird erweitert

Sonntags war es soweit. Ich habe mich endlich dazu durchgerunden, mir einen Instagram-Account anzulegen. Mit diesem Thema hadere ich schon lange. Dabei weiß ich genau, dass ich als Autorin großflächig auftreten muss, um meine Leser zu erreichen. Aber ich scheute diese „neue Technik“ – und ja, ich weiß, dass ich mich gerade verdammt alt anhöre. 😅

Der Account war schnell erstellt, nur wollte er nicht mit meiner Seite kommunizieren. Ich bekam bei jedem Versuch die Fehlermeldung, ich solle meine Daten überprüfen. (Fing ja prima an. Genau so habe ich mir das moderne Zeugs vorgestellt. 😄) Also, nach dem zwanzigsten Mal war ich mir sicher, dass ich mich nirgends vertippt haben konnte, zumal ich die Daten zwischendurch auch aus meinem Profil kopiert hatte, um wirklich 100%ig sicher zu sein. Mein Problem wurde sogar in einem englischsprachigen Forum angesprochen, nur gab es dort noch keine endgültige Lösung. Ich hätte mich anmelden und nachhaken können – mit Hilfe von Google Translator. 😨 Besser nicht. Stattdessen schrieb ich meinen Support an. Ich habe nicht damit gerechnet, aber mir wurde die Lösung binnen vierundzwanzig Stunden präsentiert. Instagram hatte irgendwas geändert, weswegen die Kommunikation zwischen meiner Seite und dem Instagram-Account unmöglich war. Das wurde behoben und jetzt klappt es mit der Anmeldung.

Mal sehen, ob es auch mit dem Füttern meines Instagram-Accounts klappt … Hallo, du da draußen. Ich bin jetzt auch auf Instagram und freue mich, wenn du ab und zu bei mir vorbeischaust. Ich nehme dich gerne mit auf meiner Abenteuerreise. Noch bin ich eine eher unbekannte Autorin, aber ich träume davon, meine Romane in den Buchhandlungen zu sehen – und vielleicht eines Tages auch in deinen Händen. 🤩

Zitat der Woche (KW 21/2020)

Ein nettes Zitat von einem unbekannten Helden, der vielen Kindern schöne Stunden bereitet hat. Ob er es genauso meinte, wie ich es heute interpretiere?

Als Autorin schreibe ich, um gelesen zu werden. Ich will mit meinen Geschichten andere Menschen erfreuen und ihnen eine schöne (Lese-)Zeit bereiten. Ich schreibe nicht, um berühmt zu werden, aber es ist ein fast notwendiger Nebeneffekt für mich als Künstlerin. Darin liegt nämlich meine Kraftquelle. Wenn ich auf Amazon, LovelyBooks oder Facebook eine positive Rezension zu einer meiner Geschichten lese, bedeutet das für mich nicht nur, dass ich gute Arbeit geleistet habe. Es baut mich auch auf. Es spornt mich an, weiterzumachen, auch wenn ich aktuell im Jahr weit unter einem dreistelligen Betrag damit verdiene. Das Geld ist mir nur sekundär wichtig. Es wäre toll, wenn ich monatlich 450,00 Euro verdienen würde. Ich stapel da also recht tief. Aber dann würde es für die zitierte Marmelade reichen. Ich brauche keine Millionen, um irgendwelchen unnötigen Luxus, dargestellt durch den Kaviar, genießen zu können. Da ist mir die Wertschätzung, also der Applaus meiner Leser, viel wichtiger. Er ist es, der mich durch die Tiefen von Selbstzweifel, Existenzängsten, Mutlosigkeit und bröckelnder Motivation trägt.

Der letzte Applaus kam wirklich in Form eines klatschenden Publikums. Das war letztes Jahr auf dem BuCon. Er galt auch meinen Autorenkollegen, aber davon zehre ich noch heute, weil es seitdem kein Applaus (egal in welcher Form) mehr zu mir geschafft hat. Ich hoffe für uns alle, dass sich das bald ändern wird. Nicht nur, weil ich einen frischen Applaus gut gebrauchen könnte, sondern weil es unser aller Lebensqualität bereichern würde.

Schreibupdate – 14.05.2020

In den vergangenen Tagen arbeitete ich wieder am Lektorat meines Romans für die Hexenmeister Jakob Wolff-Reihe. Ich komme nur auf sechs Stunden. Dafür habe ich die Anmerkungen bereits vollständig umgesetzt und damit begonnen, den Roman noch einmal komplett auf dem Reader zu lesen, um nach Satzbaufehlern durch Satzumstellungen zu suchen. Vielleicht finde ich sogar noch ein paar (Tipp-)Fehler, die ich ausmerzen kann. Ich hatte ursprünglich mit etwa 2.000 Minuten, also schön krumm 33,33 Stunden, für die Überarbeitung gerechnet. Jetzt bin ich aber schon bei 37 Stunden. Mal sehen, wie viel noch dazukommt. Das wird auf jeden Fall eine Erfahrung für mich, sodass ich zukünftige Projekte bezüglich der Überarbeitung hoffentlich besser einschätzen kann. Das muss ich für mein Zeitmanagement wissen, wenn ich am Ende des Jahres plane, was ich im neuen Jahr alles erreichen will.

Die Arbeit hat mir auch viel Spaß gemacht. Nach den anfänglichen Problemen merkte ich jetzt durch die Folgeanmerkungen auf meine Fragen, dass meine Lektorin und ich teilweise drastisch aneinander vorbeigeschrieben haben, ohne es zu merken. Ich bin erleichtert, dass sich das auf diese Weise aufgelöst hat. Da folgt noch eine liebe Mail an meine Lektorin. Man soll ja nicht nur negative Kritik austeilen und ich gebe viel lieber positives Feedback zurück. Das macht mehr Spaß. Außerdem glaube ich, dass durch winzige Änderungen gerade mein Ende an Kraft gewonnen hat. Ich hoffe, dass meine Lektorin das genauso sieht. Ich bin jedenfalls begeistert und werde mich für die Anregungen dazu bei meiner Lektorin bedanken.

Ghizmos Homepage

Hallo, mein Name ist Ghizmo. Mama hat ihre eigene Homepage und ich habe sie so lange genervt, bis ich auch eine haben durfte. * Schließlich bin ich viel wichtiger als sie. Ich bin immerhin ein Kater!

Ich kam im Herbst 2012 zur Welt und wohne bei Mama, also die Frau, die sich so nennt. Eigentlich ist das ja mein Haus und sie darf nur darin wohnen, weil ich keine Daumen habe. Sie ist ziemlich neben der Spur, aber wenn es um meine Bedürfnisse geht, hat sie es schon drauf. Sie kauft mir zum Beispiel extra drei verschiedene Geschmackssorten meines Futters und wechselt mit denen jeden Tag ab, damit es mir nicht langweilig wird. Wenn sie meine „Geschwister“, also die Chinchillas und den Hamster, füttert, bekomme ich ein paar Leckerli, damit ich nicht eifersüchtig werde. Sie hat ein Talent fürs Streicheln, nur ist ihr Timing nicht immer das Beste. Manchmal will ich doch ungestört meinen Schönheitsschlaf genießen. Aber wenn ich schon mal wach bin … Das mit dem Spielen klappt nicht so gut. Zum Glück gibt es da noch diesen riesen Kerl, der bei uns wohnt. Der kann das richtig gut. Der wedelt mit der Angel oder dem Wollfaden von Mamas letzter Häkelarbeit so toll herum, dass ich einfach darauf losgehen muss.

Na ja, egal, ich bin jedenfalls ein vielbeschäftigter Kater. Morgens wecke ich den großen Kerl, damit er rechtzeitig zur Arbeit geht. Er muss mich nämlich streicheln, bevor er fährt. Das darf er nicht verpassen. Dummerweise findet er es gar nicht lustig, wenn ich ihn schon um drei Uhr nachts wecke. Dann schimpft er und schickt mich auf meine Decke am Fußende seines Bettes, wo ich schlafen soll. Finde ich nicht so toll, aber Schönheitsschlaf ist nun mal mein Kerngeschäft. Das mache ich zwar eher tagsüber in meinem Katzenkissen auf der Couch, damit meine Menschen mich anhimmeln können, aber nachts geht das auch. Übrigens brummel und piepse ich gerne während meines Schönheitsschlafs, damit die Aufmerksamkeit auch wirklich auf mir liegt. Irgendwie haben meine Menschen keine lange Aufmerksamkeitsspanne, sodass ich sie immer wieder dazu bringen muss, nach mir zu sehen. Sonst starren die auf ihre vielen viereckigen Dinger, die Geräusche von sich geben und so seltsam flackern. Mama ist da ganz schlimm. Die klackert dabei auf einem rechteckigen Ding herum, auf das ich nicht treten darf. Wenn ich auf ihren Schoß will, stellt sie das Ding ganz schnell zur Seite. Zwischendurch stört sie meinen Schlaf und plappert vor sich hin. Dann nennt sie mich Lektorenkatzi. Ist leider nichts zum Fressen und ich bekomme auch nichts dafür. Deshalb verdrücke ich mich, wenn es zu lange dauert. In meiner Transportbox stört sie mich nicht. Tja, und wenn Mama und der große Kerl weg sind, muss ich auf meine Geschwister aufpassen. Wieso auch immer. Die sitzen in ihren Käfigen, sodass sie mir nicht auf die Nerven gehen können. Wieso soll ich also auf die aufpassen?

*gähn* Zeit für den nächsten Schönheitsschlaf!

Anmerkung von Mama: Und schon ist der kleine Kuschel eingeschlafen. Ich habe übrigens genau geschrieben, was er mir diktiert hat. Ich habe es nur übersetzt, auch wenn mir manche Ansichten nicht ganz so gefallen. Da reden wir nochmal drüber, wenn er aufwacht.

*Anmerkung von Mama: Er weiß nicht, dass er meine Homepage mit mir teilt, weil ich zu faul bin, zwei Seiten zu koordinieren. Also psst! Das hier ist jetzt „seine“ Homepage.

Romanausschreibung des Piper Verlags

Anfang der Woche habe ich dir bereits davon erzählt, dass der Piper Verlag eine Ausschreibung gestartet hat, in der er nach Romanen sucht. Obwohl ich ungern solche Schnellschüsse mache, wollte ich die Chance nutzen und Drachenherz einschicken.

Eine meiner Testleserinnen sollte mir für die Leseproben geeignete Stellen heraussuchen. Das hat sie sehr ernst genommen. Letztlich habe ich mich bei der Leseprobe für den Verlag für das erste Kapitel entschieden, also eine andere Stelle gewählt, als sie genommen hätte. Mir war wichtig, zu zeigen, dass der Anfang schon fesselt, was meine Testleserin mir auf Nachfrage bestätigte, und dass  man die Umstände näher kennenlernt, die im Exposé ja nur grob gezeichnet werden können. Bei der Stelle für das Publikumsvoting habe ich mich an ihren Vorschlag gehalten. Der soll die Leser ja richtig heiß auf mehr machen.

Gestern habe ich die Dateien und Textstellen fertiggemacht. Ich habe also das Exposé noch einmal überarbeitet, als wäre es eine Kurzgeschichte von mir. Es sollte sich gut lesen lassen, damit ich notfalls vom Verlag einen dieser angedeuteten Programmplätze ergattern kann, sollte mein Roman das Voting nicht gewinnen. Ich vermute ja mal, dass ich keine Chance auf einen dieser Programmplätze habe, sollte ich es nicht einmal mit Drachenherz ins Voting schaffen.

Nun ja, nach all der Arbeit habe ich die Dateien und Angaben ganz schnell abgeschickt, bevor ich es mir doch noch anders überlege. Es heißt wirklich: Daumen drücken! Und ich hoffe auf die Stimmen aller, die das hier lesen. Ich weiß, dass ich keine große Community im Rücken habe, die mich unterstützt. Umso mehr werde ich auf jeden einzelnen angewiesen sein, der mich kennt oder hier mitliest. Wenn ich es auf die Shortlist schaffe, sage ich Bescheid!

Leserückblick: Area 3

Gestern las ich von Thomas Franke den Roman Area 3 aus dem Verlagshaus el Gato (ISBN: 978-3-94604939-5, Umfang: 524 Seiten) fertig. Ich habe es ja erst kürzlich gekauft und ich konnte es einfach nicht erwarten.

In dem Roman geht es um Tad und seine Freunde, die es lieben, Area 3 zu zocken. Mit dem Helm, der ihnen den Monitor erspart und das Spielerlebnis realer wirken lässt, ist das kein Wunder. Als Tad von seinem Vater den Prototyp eines Anzugs erhält, der dafür sorgt, dass man das Spiel auch fühlt, stößt er auf eine Warnung seines Vaters, die nur bruchstückhaft ankommt. Irgendetwas ist nicht das, was es zu sein scheint. Gemeinsam mit seinen Freunden geht er dem Geheimnis auf die Spur und muss feststellen, dass die Handlungen im Spiel sich auf das reale Leben auswirken.

Dieses Buch ist ein Thriller. Er ist aber so weit von den üblichen Thrillern entfernt, wie ich es mir nur vorstellen kann. Es geht nicht um Terroranschläge oder Mord, sondern um moralische Grundwerte. Meiner Meinung nach richtet sich das Buch an Teenager, ist aber auch sehr interessant für Erwachsene, die selbst gerne zocken oder deren Kinder zocken. Es regt aber auch an, sich selbst und seine eigenen Handlungen zu reflektieren. Ein Buch mit einer Botschaft, die immer aktuell sein wird.
Ich mochte die Figuren. Effektiv geht es um Tad, seine kleine Schwester und seine drei Freunde, ganz normale Teenager, die gut getroffen wurden. Ich hatte durchaus das Gefühl, dass ich mit 16 Jahren genauso war, auch wenn ich keine Zockerin war. Ich fand es toll, dass sie alle fünf eine Entwicklung erleben. Hinzu kommen einige Erwachsene, die quasi die Position des Gegenspielers einnehmen, auch wenn sie es auf ihre unterschiedliche Weise nur gut meinen. Aber auch die lernen aus ihren Fehlern.
Die Geschichte selbst ist einfach nur spannend. Ich hätte sie unter normalen umständen binnen weniger Tage verschlungen. Es fehlte nur die Zeit. Dafür erwischte ich mich oft bei dem Gedanken, wie es jetzt wohl weitergeht. Das Thema ist aktuell, könnte mit den nächsten Jahren sogar noch aktueller werden. Vermutlich sollten unsere Wissenschaftler, egal ob diese auf Technologie oder Biologie spezialisiert sind, dieses Buch lesen, um sich über die möglichen Folgen klar zu werden, die ihre Erkenntnisse in den falschen Händen nach sich ziehen können.
Eine Träne muss ich für dieses Buch vergießen. Es ist super geschrieben. Ich fand keine Handlung, die sich mit vorangegangener oder folgender Handlung gebissen hätte. Allerdings fiel mir einmal auf, dass die Namen vertauscht wurden, und dass das Buch gespickt ist mit Rechtschreib- und Grammatikfehlern. Es tut mir unheimlich leid für dieses Buch und auch den Autoren, dem es, wenn ich an seine Danksagung zurückdenke, durchaus wichtig war, dass der Text korrekt geschrieben ist. Ich kann nicht beurteilen, ob der Autor diese ganzen katastrophalen Fehler eingebaut hat oder jemand anderes, der den Text korrigieren sollte und es entweder nicht besser wusste oder schlichtweg von der Menge oder der Aufgabe überfordert war.
Trotzdem empfehle ich das Buch wärmstens und bitte darum, die Fehler einfach zu übersehen. Bei diesem Buch geht es wirklich um den Inhalt, nicht um die Reihenfolge der Buchstaben und Satzzeichen. Da der Verlag laut der Verlegerin aufgelöst wurde, hoffe ich für den Autoren, dass er mit diesem Buch ein neues Zuhause in einem Verlag findet, der in ein ordentliches Korrektorat investiert. Ich würde mich darüber sehr freuen.

Schreibupdate – 04.05.2020

In der vergangenen Woche hat sich einiges getan. Die guten Nachrichten, nämlich die beiden Anthologiezusagen, habe ich gleich mit dir geteilt. Jetzt will ich dich generell auf den neuesten Stand bringen.

Am 24. April erhielt ich eine Absage für meine Kurzgeschichte zur Ausschreibung In den Tiefen einer Götterseele. Das stört mich nicht wirklich, nachdem ich ja gerade erst zwei Zusagen erhalten habe.

Bei der Ausschreibung zu The D-Files: Die Drachen-Akten warte ich stündlich mit einer Antwort. Dazu heißt es auf der Facebook-Seite des Talawah-Verlags am 01. Mai, dass man sich mittlerweile auf 50 Kurzgeschichten runtergearbeitet hätte. Die Autoren der aussortierten Geschichten erhalten bereits ihre Absagen. Da bei mir bisher nichts eingetrudelt ist, hibbele ich täglich mehr. Irgendwann muss sich der Herausgeber doch endlich auf ungefähr 30 Geschichten festlegen! Bitte drück mir die Daumen!

Aktuell läuft eine Ausschreibung des Piper Verlags, der noch Programmplätze für diverse Genres frei hat. Sie suchen unter anderem Romantasy. Darauf passt mein Roman Drachenherz, den ich dieses Jahr sowieso an die Verlage schicken wollte. Eine Autorenkollegin überzeugte mich, dass ich teilnehmen sollte. Ursprünglich hatte ich mich dagegen entschieden, weil mein Roman aktuell bei meinen Testlesern liegt. Auch wenn er überarbeitet ist und der Piper Verlag auch an Romanen interessiert ist, die gerade in der Entstehung sind, wollte ich – wenn schon – das beste Produkt einreichen, zu dem ich fähig bin. Da der Roman innerhalb von sechs Monaten nach Bekanntgabe des Gewinners erst fertig vorliegen muss, hätte ich quasi alle Zeit der Welt, bis zu diesem Zeitpunkt auch die Anmerkungen meiner Testleser einzuarbeiten. Meine Autorenkollegin hat schon recht. Warum warten, wenn es doch passt und mein Roman keine Rohfassung mehr ist? Ich habe also eine meiner Testleserinnen damit beauftragt, passende Stellen für die Leseproben auszusuchen. Als Leserin kann sie besser beurteilen, was sie besonders anspricht. Ich selbst war mit dieser Aufgabe völlig überfordert. Sie ist auch schon fündig geworden, obwohl sie den Roman erst zu einem Drittel gelesen hat. Abgabefrist ist kommenden Sonntag. Ich will also noch ein paar Tage warten. Vielleicht schafft sie es, Drachenherz noch vor Ablauf der Frist komplett zu lesen, und schwenkt auf andere Passagen um. In diesem Fall will ich mich auf sie verlassen, solange mein Bauchgefühl nichts anderes sagt. Sie wird mir auf jeden Fall die besten Stellen nennen, aus denen ich dann wählen kann. Auch hier heißt es dann: Daumen drücken!

Gestern kam auch das neue Lektorat zu meinem Kurzroman der Reihe Hexenmeister Jakob Wolff. Ich werde mich voraussichtlich erst nächste Woche an die Überarbeitung setzen, aber so viel Zeit haben wir auch. Ich durfte mich über ein Lob freuen, dass ich die Anmerkungen soweit sehr gut umgesetzt hätte. Jetzt bin ich gespannt, wie es mit den übrigen Kommentaren aussieht, zu denen ich Rückfragen hatte, aber ich bin optimistisch. Auch wenn ich Schwierigkeiten mit dem Ton des Lektorats hatte, scheint es meine Arbeit nicht beeinträchtigt zu haben. Das ist die Hauptsache. Letztlich zählt nur die Geschichte.

Du siehst, ich habe viel zu tun und keine Zeit, es langsam anzugehen. Diesen Monat muss ich das Tempo wieder anziehen. Das Ausruhen hat sowieso nur bewirkt, dass ich mich noch mehr gestresst fühlte, weil ich einen Berg an Arbeit vor mir sah, der nicht kleiner werden wollte. Wie auch, wenn ich die Häppchen kleiner gestaltete? Trotzdem hoffe ich, dass die ruhigere Phase mir etwas Kraft beschert hat, damit ich die vor mir liegenden Aufgaben angehen kann.

Und noch eine Zusage!!!

Da berichte ich dir gestern davon, dass ich für die Anthologie Die Residenz eine Zusage bekommen habe, und schon flattert die nächste ins Haus.

Lange hat es gedauert. Die erste Deadline für die Einsendungen war am 31.05.2018. Danach verschwand die Ausschreibung von der Verlagsseite. Nur weil ich den Herausgeber anschrieb, wusste ich, dass er aus gesundheitlichen Gründen zu dem Zeitpunkt aussetzen müsse, die Ausschreibung aber bestehen bleibt. Irgendwann tauchte die Ausschreibung wieder auf der Verlagsseite mit neuer Deadline – 31.12.2019 – auf. Ich rede von der Ausschreibung Tod des Helden beim Verlag Saphir im Stahl/Arcanum Verlag.

Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass meine Kurzgeschichte knapp am Thema vorbeigeschliddert wäre, aber gestern Abend, kurz nachdem ich ins Bett gegangen war, kam die Zusage! Ich bin so froh, dass sich das wirklich lange Warten doch noch gelohnt hat. Außerdem sah ich eben, dass der Herausgeber bereits mit einem anderen Verlag eine neue Ausschreibung veranstaltet. Es scheint ihm also wieder gut zu gehen. Das freut mich für ihn.

Die nächste Zusage!

Die viele Arbeit an meinen Kurzgeschichten hat sich bereits bezahlt gemacht. Habe ich erzählt, dass ich für die Ausschreibung In den Tiefen einer Götterseele vom Toria Verlag (Abgabefrist am 1. Februar) eine Absage bekommen habe? Nicht schlimm und ich bin dankbar, dass ich so schnell Rückmeldung bekam. Ich weiß lieber, woran ich bin, als wenn ich ewig zappeln gelassen werde und dann doch eine Absage kommt.

Am 17. April hatte ich alle übrigen Kurzgeschichten eingesandt. Viel zu früh eigentlich. Der nächste Abgabetermin ist erst am 15. Mai fällig. Egal, ich muss die Fristen ja nicht ausreizen, wenn ich schon fertig bin, und genau so hatte ich es doch auch geplant.

Ich war schon etwas verblüfft, als ich nur vier Tage später zur Ausschreibung Die Residenz, die ursprünglich bei den Geschichtenwebern als Die Anstalt startete, mein Lektorat zurückbekam. Meine Geschichte wurde insgesamt gelobt, auch wenn es natürlich ein paar Verbesserungsvorschläge gab und ich aus den Kommentaren herauslesen konnte, dass nicht alles so bei den beiden Herausgebern angekommen war wie beabsichtigt. Ich arbeitete mich durch und entdeckte, dass ich wohl die ersten Schritte meiner Überarbeitung vergessen hatte. Unnötige Wortwiederholungen, Adjektive und Co. findet man jedenfalls eher selten in meinen Einsendungen und dieser Text war diesbezüglich einfach nur furchtbar. Ich holte das nach, änderte auch noch Kleinigkeiten an der Story, um sie verständlicher zu machen, und schickte die Datei zurück. Diesen Montag, also wieder nur vier Tage später, erhielt ich meine Datei zurück. Alles prima, die Anmerkungen super umgesetzt, es gibt nur noch drei kleine Punkte, die geändert werden sollten, lautete die Rückmeldung zusammengefasst. Das bezog sich auf einzelne Worte, war also gar nicht schlimm. Ich bestätigte die Änderungen und schickte den Text am Dienstag zurück. Dabei erwähnte ich, dass ich jetzt bis zum offiziellen Abgabetermin und darüber hinaus bis zur Verkündung zittern werde. Da ich meine Herausgeberin kenne und unsere Unterhaltungen vom Professionellen immer noch etwas abschweifen, kann ich sowas schreiben. Noch am selben Abend erhielt ich die Rückmeldung, dass ich in der Anthologie dabei sei. Ich konnte es nicht glauben. Wie sollte das denn gehen, wenn noch rund dreißig weitere Autoren für die Anthologie um einen Text gebeten wurden und nur fünfzehn Geschichten in das Buch sollten? Ok, in der Ausschreibung hatte gestanden, dass es möglich wäre, noch einen zweiten Band zu drucken, wenn die Qualität der Geschichten stimmt, aber deshalb schon gleich Zusagen zu verschicken …? Ich musste nachfragen, weil ich mein Glück nicht fassen konnte, und bekam gestern explizit die Bestätigung.

Wow! Ehrlich gesagt, ich bin davon ausgegangen, dass bei so großen Namen wie z. B. Markus Heitkamp die noch eher unbekannte Verena Jung sich nicht mit ihrer Geschichte würde durchsetzen können. Autoren wie er haben viel mehr Erfahrung und können doch bessere Geschichten schreiben als ich. Vielleicht steht meine Geschichte in ein paar Monaten im selben Buch mit der von Markus Heitkamp und Co. Das fände ich schön. Bis dahin lasse ich mich überraschen, freue mich über diesen Erfolg und bin schon auf das Cover und die Innengestaltung gespannt.