Donnerstag, Dezember 09, 2021
Allgemein

Die Unschuld in Person

Sind die zwei nicht süß? Aber traut ihren lieben Gesichtern nicht! Die Beiden haben es faustdick hinter den Ohren und die Situation ausgenutzt, dass ich krank bin. Na ja, und dass ich gerade so in den Käfig schauen kann.
Suri, die weiße Hamsterdame, hat sich angewöhnt, tagsüber an den Gittern zu stehen, weil sie dann viel mehr zu fressen abstauben kann, als wenn sie sich artgerecht verhält. Seit ein paar Monaten schimpfe ich immer mit ihr, dass sie ihr erbeutetes Futter doch bitte nicht im Klo lagern soll. Sie hat genügend Häuser in diesem Hamsterpalast und genügend Streu, um es notfalls auch zu verbuddeln. Seit einem guten Monat wird das Futter von mir noch mehr rationiert, damit sie auch mal das gebunkerte fressen kann.
Gerade ging ich am Käfig vorbei. Üblicher Anblick: Die Kleine steht am Gitter. Ghizmo, der stramme Bursche neben ihr auf dem Foto, steht ähnlich wie auf dem Foto auf seinem Balkon und beobachtet sie. Ich unterbreche mich mitten in meiner Standardantwort, dass sie erst am Abend etwas kriegt und ansonsten ja genug in ihrem Klo liegt. Stattdessen stelle ich mich auf die Zehen, um mir das Klo besser anzuschauen. Kein Futter drin? Ich greife mir das Klo und grabe mit der kleinen Schaufeln zum Säubern darin herum. Kein Futter. Tatsächlich. Auch nicht in ihrer Schlafecke. Geht ja nicht, dass meine Suri verhungert. Ich gebe ihr also einen Bananenchip aus ihrem Futter und bin gerade am Suchen, welche Leckerei aus ihrem Hamsterfutter ich ihr noch geben kann, bevor es offiziell Abendessen gibt, da fällt mein Blick auf eines ihrer Häuser. Ratet mal, wohin das Futter umgezogen ist. Vor und in das Häuschen. Und Ghizmo hat sie gedeckt! Kein Wunder, gibt es für ihn doch auch ein Leckerchen, wenn ich die Kleinen gefüttert habe (unter Suri wohnen noch zwei Chinchillas), damit er nicht eifersüchtig wird. Zähneknirschend bekam er sein Leckerchen …
… und ich dieses Beweisbild meiner zwei Betrüger.

Tja, andere Autoren besitzen Autorenkatzen, die ihnen sagen, wann es Zeit für eine schöpferische Pause ist. Ich habe einen Autorenkater, der sich das Zuhören, wenn ich ihm mein neuestes Werk vorlese, bezahlen lässt – notfalls durch Gaunereien. Und ich habe einen Autorenhamster, der dabei fleißig hilft. 😀

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