Donnerstag, Dezember 09, 2021
Bücher

Leserückblick „Die Sommerlande“

Gerade läuft es Schlag auf Schlag. Heute stelle ich dir Die Sommerlande von Alessandra Reß aud dem Verlag Torsten Low vor. Aufgrund der 171 Seiten zähle ich das Buch zu den Kurzromanen. Es scheint durch die Herbstlande inspiriert, spielt aber in den Sommerlanden, also Juni, Juli und August.

In der Geschichte geht es um den Mittsommeralb Nemiah, der am Sonnenwendenhof lebt und zum Gesang der Fliederzirpen mit den anderen Mittsommeralben jede Nacht tanzt. Doch nach einem heftigen Sturm sind die Fliederzirpen verstummt und alle Mittsommeralben bis auf Nemiah verlieren nach und nach den Antrieb, überhaupt nur aus dem Bett zu steigen. Nemiah begibt sich auf die Reise durch die Sommerlande, um den Fliederzirpen ihre Stimmen zurückzubringen.

Ich liebe die Besonderheiten des Herbsts, die in den Herbstlanden wundervoll eingewoben sind – der Nebel, leuchtend buntes Herbstlaub, die letzten warmen Herbsttage, der erste Frost, der im Sonnenschein glitzert, und die Stimmung, die der Herbst mit sich bringt. Die Sommerlande sind da das krasse Gegenteil. Die Sonne scheint grell und heiß. Wenn sich etwas verbirgt, dann nicht in den viel zu selten vorkommenden Schatten. Ich mag den Sommer aus den genannten Gründen und mag ihn genau deshalb auch wiederum nicht. Bis 24° C ist alles ok, aber alles darüber ist mir zu viel. Ich sehne mir ernsthaft die Sommer meiner Kindheit zurück, die so nett waren, mir die Sommerferien mit mindestens zwei Wochen Regen zu vermiesen. Damals hätte ich das tolle Wetter der letzten drei Jahre zu schätzen gewusst. Vermutlich hatte ich deshalb Schwierigkeiten, den Zugang zu den Sommerlanden zu finden. Trotzdem finde ich die Idee hinter den Sommerlanden toll.

Natürlich kann es keine Sommerlande ohne verrückte Bewohner geben. Sirin, das Sternenvolk, Nekuroi, Aswang, Naga, Goldechsen und Satyroi sind nur einige davon. Sie sind so unterschiedlich wie ihre Namen und die Autorin hat es geschafft, dass ich bei manchen dieser Figuren unsicher war, wie ehrlich bzw. gut sie es mit Nemiah meinen. Ich fand die einzelnen Charaktere oft sehr zwielichtig, was aber in schönem Kontrast zum Sommer und der Sonne, die alles aufdeckt, steht. Das machte es für mich besonders spannend, zu verfolgen, wie sich die Geschichte entwickelte.

Den Schreibstil empfand ich als gut zu lesen, weshalb ich das Buch innerhalb einer Woche durch hatte. Die Geschichte war spannend erzählt, sodass es Spaß machte, die Seiten umzublättern und in der Geschichte zu bleiben.

Insgesamt denke ich, dass ich mich an die neue Welt der Sommerlande noch gewöhnen muss. Trotzdem fand ich diesen Roman unterhaltsam und kurzweilig und empfehle ihn gerne weiter.

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