Donnerstag, Dezember 09, 2021
NaNoWriMo

NaNoWriMo – Tag 11

Heute will ich mir wieder ein wenig Zeit für mich gönnen. So ein Schreibmarathon ist nicht leicht und gestern war ein langer Tag gewesen. Deshalb mache ich schon jetzt Schluss. Für 1.726 Wörter hat es dennoch gereicht.

Darin kommt folgendes vor:

Nalin kommt mit leeren Händen zum nächsten Unterricht. Hat ja keiner behauptet, dass man seinen Verstärker gleich am ersten Tag finden muss. Kender scheint jedoch eher zu glauben, dass sie gar nicht gesucht hat. Er hält also noch einmal einen ausführlichen Vortrag über die Wichtigkeit des Gegenstands und woran sie ihn erkennt. Dabei lässt er fallen, dass diese Gegenstände in seltenen Fällen auch Tiere sein können. Nalin hat sich gedanklich bereits am Anfang des Vortrags verabschiedet, wird jetzt aber hellhörig. Sie fragt nach und erfährt, dass das sicher ein Fehler in den Überlieferungen sein muss, da das schon ewig nicht mehr passiert ist. Tierische Verstärker sollen ja auch stärker als normale Gegenstände sein. Das muss ein Märchen sein. Nalin will so unbedingt etwas Besonderes sein, dass sie will, dass das Märchen wahr ist. Sie will seit langer Zeit die erste Magierin mit einem tierischen Verstärker sein. Kender wechselt das Thema zur Ethik. Schließlich muss Nalin wissen, wann es richtig ist, ihre Magie einzusetzen und wofür. Nach etwa einer halben Stunde des Diskutierens setzt mein Schnipsel ein.

Nalin schwirrte bereits jetzt der Kopf (…). Eine Stunde später fühlte sich ihr Schädel an, als wäre er mit Stroh und Ameisen gefüllt. Sie zweifelte, für den Rest des Tages auch nur einen geraden Gedanken zustande bringen zu können. Immerhin war sie noch in der Lage dazu, sich über das Ende des Unterrichts zu freuen. Sie strebte zum Bach, um sich an ihrem Lieblingsplatz eine Pause zu gönnen. Das Murmeln der Strömung würde ihr hoffentlich die Gehirnwindungen entknoten.
Nalin wand sich durch die Büsche und stieg auf den Baumstamm. Sie balancierte zur Mitte des Wasserlaufs, um es sich dort auf dem Stamm gemütlich zu machen. Stattdessen erregte etwas in den Wurzeln des Baums ihre Aufmerksamkeit. Vorsichtig lief sie auf das Ende zu und sprang beherzt ans Ufer.
Aus der Nähe erkannte sie einen Sack, der sich in den Wurzeln verheddert hatte. Neugierig entriss sie dem toten Holz das Gewebe und öffnete den erstaunlich schweren Beutel. Augen ohne jeglichen Glanz starten ihr entgegen. Erschrocken ließ sie den Sack fallen. Der Anblick ließ sich nicht so leicht abschütteln.
Ich weiß ja, dass diese Pinselkatzen eine wahre Plage sind. Ich musste sie oft genug von den Feldern vertreiben, wo sie auf ihrer Jagd nach Feldmäusen die gesamte Ernte zu zerstören drohten. Aber das ist doch noch lange kein Grund, sie in einen Sack zu stecken und in den Bach zu werfen.

Da hat Nalin einen äußerst unerfreulichen Fund gemacht. Ich freue mich dafür umso mehr. Morgen kommt mein geheimer Liebling der Geschichte endlich vor

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