Mittwoch, Dezember 01, 2021
NaNoWriMo

NaNoWriMo – Tag 3

Ich bin total happy! Obwohl ich den gesamten Vormittag nicht zu Hause war und anschließend Staub saugen und den Boden wischen musste, habe ich gerade eben mein Soll erfüllt. Ich hatte befürchtet, es heute nicht zu schaffen. Vielleicht liegt es wirklich daran, dass mir das Diktieren beim Auf- und Abgehen leichter fällt. Alternativ könnte die Stelle gerade auch dankbar für viele geschriebene Worte sein. Dass das Manuskript bereits 5.185 Wörter umfasst, ist natürlich auch motivierend. Aktuell müsste ich nur 5.001 Wörter haben. Der Rest ist Puffer. 184 Wörter genügen jedoch noch nicht, um am Wochenende frei zu haben oder es wenigstens deutlich langsamer angehen zu können. Da werde ich mich am Freitag noch ordentlich ran halten müssen. Morgen klappt es leider nicht, weil ich gleich auf zwei Termine muss. Dann werde ich wohl froh sein können, wenn ich die notwendigen 1.667 Wörter für mein Soll schaffe.

Nalin hat Orin vom Fest weggelockt und versucht ihn gerade von einer Hochzeit zu überzeugen.

Nalin rückte ein Stück näher und schmiegte sich an ihn. »Ja«, hauchte sie. »Ich hege seit einer ganzen Weile Gefühle für dich und kann mir nichts Schöneres vorstellen, als mein Leben an deiner Seite zu verbringen. Ich will dich glücklich machen, deine Kinder zur Welt bringen und, wenn das dein Wunsch ist, helfe ich dir dabei, in den Adel aufzusteigen.«
Er schüttelte den Kopf und brachte etwas Abstand zwischen sie. Bedauern und Zweifel standen in seinen Augen. »Nalin, wie willst du das anstellen? Du weißt selbst, dass dies nur möglich ist, wenn ich eine Adlige heirate. Mit dir an meiner Seite wäre mein Schicksal besiegelt. Ich könnte nie mehr als ein Lehensherr sein.«
(…) Hastig und mit eindringlicher Stimme redete sie auf ihn ein. »Mir wird etwas einfallen. Du wirst sehen, dass wir es gemeinsam schaffen können. (…)«
Orin (…) lehnte sich zurück (…) und zog seinen Arm hinter ihr heraus. (…) »Würden wir heiraten, wärst du der Klotz an meinem Bein, wegen dem ich in der Gesellschaft nicht aufsteigen könnte.« Er stand auf und sah auf sie herab. »(…) Du bist eine wunderschöne Frau und ich fühle mich zu dir hingezogen. Aber wenn ich meine Ziele erreichen will, darf ich mich nicht von meinen Gefühlen aufhalten lassen.« Er wartete ihre Reaktion nicht ab. Er wünschte ihr eine gute Nacht, wandte sich um und verschwand nach wenigen Schritten im Dickicht.

Das ist mächtig schiefgelaufen. Zu allem Überfluss erwartet ihr Vater sie zu Hause und wirft ihr vor, sich wie eine Dirne an den Sohn ihres Lehrensherrn herangemacht zu haben. Ich schätze, er denkt, dass die beiden intim geworden sind. Das entspricht zwar Nalins Plan, aber es ist nicht dazu gekommen.

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