Kategorie: Ghizmo

Einsamer Kater sucht weiteren Sklaven

Anstatt sich um mich zu kümmern, unterstützt Mama den großen Kerl bei seinem Blödsinn. Der hockt seit dem Pfingstwochenende am PC und haut auf die Tastatur ein, als wolle er einen Roman schreiben. Und Mama hat nichts Besseres zu tun, als ihm irgendwelche sinnlosen Fragen zu beantworten und selbst am PC zu arbeiten. Dabei gehören beide am Wochenende und den Abenden mir. Sie müssen mich anhimmeln, mich kuscheln, mich in den Arm nehmen und mir schöne Sachen ins Ohr säuseln. Nicht Bilder von mir machen, wie ich in meiner Verzweiflung den Einkaufskorb für mich beanspruche, um in ihrer Nähe sein und ihre Aufmerksamkeit gewinnen zu können. Auf meinen Protest reagieren sie ja nicht. Wie gesagt: seit dem Pfingstwochenende! Ich brauche einen weiteren Dosenöffner mit geschickten Händen beim Kuscheln. Schickt die Bewerbungen einfach an Mama oder unter diesem Hilferuf.

Protest(t)ier

Zwei verschiedene Tage, eine offensichtliche Botschaft. Ich will mein Frischfutter! Der große Kerl hat das erste Foto morgens um 7.14 Uhr aufgenommen und Mama geschickt. *schnaub* Er hätte die Zeit besser dafür genutzt, mir die Schüssel vollzumachen. Stattdessen musste ich warten, bis Mama endlich im Bad fertig war. Eine Frechheit, wie man hier als göttliches Katzi behandelt wird!

Und hier wenige Wochen später. Dieses Mal ist Mama die Verbrecherin. Morgens, halb acht, mein Magen lechzt nach meinem leckeren Futter mit der tollen Soße, will nichts vom Trockenfutter wissen, das einen halben Meter weiter steht. Und was macht Mama? Sie knipst ein Foto! Mir bleibt echt nichts erspart. Könnt ihr die Verzweiflung in meinen Augen sehen? Die Resignation, dass ich mindestens noch eine Minute bis zum ersten Haps im Mund warten muss, weil sie die Tütchen holen muss, um sie mir zur Auswahl hinzuhalten, meine Wahl aufzumachen und in die Schüssel zu geben. Unfassbar, der Service.

Nicht ohne Sicherheitsgurt

Obwohl es im Moment immer wieder schüttet, schaut die Sonne häufig zwischen den Wolken hindurch. Als Kater weiß ich das zu schätzen. Direkt neben der Heizung ist es sowieso meistens kuschelig, aber im direkten Sonnenschein ist es einfach perfekt. Ich lasse mir gerne das Fellchen wärmen und sammle die Sonnenstrahlen in meinen Knochen. Nicht ohne Grund bin ich Mamas Sonnenschein und Mittelpunkt ihres Universums.

Das ist jedoch nicht völlig gefahrlos. Ich döse dabei gerne und wie du siehst, ist der Platz begrenzt. Mama ist ein sehr sicherheitsbewusster Mensch und ich setze das nach meinem Verständnis um. Dafür sind Mamas Fadenvorhänge perfekt. Einmal kurz hindurchlaufen, hinlegen, fertig. So schnell kann ich nicht hinunterfallen.

Ich rate dir, dir ebenfalls Fadenvorhänge anzuschaffen. Selbst wenn du keiner Katze ein Heim bietest, was natürlich ein Frevel ist, wirst du die damit verbundene Sicherheit bald zu schätzen wissen. *gähn*

Ghizmo und Balu

*Anmerkung von Mama*: Ghizmo trug ursprünglich vom Besitzer seiner Erzeugerin den Namen Balu. Nun sah er als Kätzchen aber so gar nicht wie ein Balu aus, sodass wir ihn umtauften. Ich bin der Meinung, dass das eine gute Entscheidung war, weil er nach wie vor nicht wie ein Balu aussieht oder sich wie einer verhält. Trotzdem blieb Balu ein Teil unserer Familie. Ghizmos Spiegelbild heißt Balu.

Mau, genug gequatscht? Ich bin heute dran und ich habe Wichtigeres zu erzählen als du!

Es ist zum Mäusemelken! Unbemerkt hat sich während der Renovierung ein Kater ins Haus geschlichen. Mama und der große Kerl nennen ihn Balu. Ich kenne ihn noch von früher. Da besuchte er mich ab und zu im Flur. Aber ich habe ihn verjagt. Dachte ich zumindest. Jetzt ist er im Schlafzimmer eingezogen und bleibt völlig unbeeindruckt von meinen Versuchen, ihn zu vertreiben. Er wohnt in dem neuen Kleiderschrank von Mama und dem großen Kerl und führt mich an der Nase herum.

Er äfft mich nach, greift mit derselben Technik an wie ich und stürmt davon, wenn ich einen taktischen Rückzug einlege. Er reißt das Maul auf, wenn ich ihn beschimpfe, und es sieht aus, als wüsste er genau, was ich sagen will. Jedenfalls sind seine Maulbewegungen dieselben wie meine. Aber er muss stumm sein. Er hat noch nie einen Ton von sich gegeben. Es ist auch immer erstaunlich ruhig im Schrank. Dabei müsste ich wenigstens hören, wenn er sich auf die andere Seite dreht oder schnarcht.

Ich habe schon mehrmals die Chance genutzt, wenn der große Kerl den Schrank öffnete. Dann stürmte ich hinein, nur um einen fast leeren Schrank vorzufinden. Ich begreife nicht, wie dieser Balu so schnell sein kann. Eben sehe ich ihn noch zur Tür rausschauen und im nächsten Moment ist er wie vom Erdboden verschluckt. Soll er mächtiger sein? Göttlicher als ich?! Nur so könnte ich mir erklären, wie es ihm gelingen kann, mit mir gleichauf zu liegen oder mir sogar mal eine Nasenlänge voraus zu sein.

Aber das ist unmöglich. Wäre Balu ein höheres Wesen als ich, würden ihn meine Menschen vergöttern und mich darüber vergessen. Zugegeben, während dieser doofen Renovierung hatten sie wirklich kaum Zeit für mich. Selbst wenn ich versuchte, sie von der Baustelle wegzulocken und auf die Couch zu rufen, blieben sie unbeirrbar bei der Arbeit. Doch jetzt ist es wieder wie zuvor und das, obwohl Balu sich reingeschlichen hat. Ich weiß, dass Mama und der große Kerl ihn ignorieren und auch nicht füttern. Das beweist doch meine göttliche Überlegenheit.

Trotzdem will ich ihn endgültig schlagen. Nur richten meine Tatzenhiebe überhaupt nichts aus. Wo meine Pfote ist, ist auch seine. Es ist absolut lächerlich, wie wir uns im Kampf regelmäßig abklatschen als wären wir gute Freunde. Und dann muss ich abends zusehen, wie sich eine Kopie von Mama und dem großen Kerl zu ihm im Schrank aufs Bett legen und ihn kuscheln – genauso wie es meine Menschen dann gerade tun. Er zeigt mir mit jeder Bewegung, wie sehr er das genießt und wie gut er es doch hat. Zum Fell ausreißen ist das!

Ich werde mich jetzt hinlegen und im Schlaf eine neue Strategie entwickeln. Dieser Zustand ist einfach nicht hinnehmbar. Mau!

*Anmerkung von Mama*: Ich fürchte, Ghizmo wird sich an Balus Anwesenheit im Schlafzimmer gewöhnen müssen. Ich gebe den neuen Kleiderschrank jedenfalls nicht so schnell wieder her. 🤷‍♀️

Gemütlichkeit

Gemütlichkeit – das verbinde ich mit den Plätzen, wo ich mich gerne hinlege, bleibe, döse und schlafe. Je geschützter diese Orte sind, umso behaglicher finde ich es. Kartons, an deren Seitenwände ich mich herankuscheln kann und trotzdem alles im Blick habe, finde ich klasse, aber auch Höhlen sind super. Dort findet man mich nicht so schnell. Ich zeige dir mal eine Auswahl meiner Lieblingsorte aus den letzten Jahren und erzähle dir, was ich dabei so erlebt habe.

Dezember 2015: Mama war happy, weil sie sich ein paar neue Kleider gegönnt hatte, und entsprechend beschäftigt mit anprobieren und anschließendem aufräumen. (Ich finde Fell ja praktischer. Da braucht man keine Waschmaschine – spart also Strom und Wasser – und ist trotzdem immer schick. Es beneidet mich jeder Zweibeiner um mein Fellchen.) Ich nutzte ihre Unaufmerksamkeit und schaute mich auf dem Tisch um. Hach! Zwischen Keksdosen, Weihnachtsdeko und der gerade geöffneten Post lag noch der Karton herum, mit dem die Kleider gekommen waren. Mama war sogar so nett gewesen und hatte etwas Altpapier hineingelegt. Mein neuer Schlafplatz! Fand Mama nicht so lustig. Nach einem Beweisfoto, bei dem sie mich total verblitzte, schickte sie mich vom Tisch herunter. Dabei war ich gar nicht AUF dem Tisch. Ich war IM Karton. Aber für solche Feinheiten hat Mama keinen Sinn.

Januar 2017: Die Mama vom großen Kerl hat mir diese Höhle vom Christkind mitgebracht. Ich war ja etwas skeptisch. Sie roch komisch. Nach knapp zwei Wochen bin ich trotzdem mal rein. Sie ist gar nicht so übel, aber kein Vergleich zu Kartons. Ab und zu verkrümel ich mich  in die Höhle, weil mich dort keiner vermutet. Ich bin eben ein großer Taktiker. Ich halte mir besondere Verstecke für Ausnahmesituationen bereit.

 

 

 

April 2017: Meinen alten Kratzbäumen hatte ich mächtig zugesetzt. Deshalb gab es einen neuen. Neugierig sah ich mir die obere Höhle darin an. Sie ist klein, also genau richtig für mich. Außerdem kann ich alles sehen. Das ist zugleich auch ihr größter Nachteil. Man kann mich nämlich auch problemlos finden. Ich glaube, ich war anschließend nie wieder in der oberen Höhle. Ich schätze nun einmal meine Privatsphäre.

 

 

 

August 2018: Selber Kratzbaum, aber anderer Standort und untere Höhle. Sie ist etwas größer und der Sessel steht davor. Wenn Mama nicht explizit nach mir sucht, sieht sie mich hier nicht einmal aus Zufall. Hier verkrieche ich mich, wenn der Schornsteinfeger kommt. Den kann ich nicht leiden, auch wenn Mama sagt, dass er mir nichts tut und ein ganz netter ist. Aber ich weiß es besser. Der riecht komisch, ist also nicht vertrauenswürdig. Der Kerl schleicht schon wieder um mein Haus herum, hat sich bisher aber nicht getraut, zu klingeln. Der soll sich nicht wagen, dieses Jahr erneut in mein Reich eindringen zu wollen!

 

 

November 2018: Von diesen Kisten habe ich mittlerweile drei. Mama und der große Kerl nennen sie Garagen. Mir ist egal, wie sie sie nennen. Ich finde sie toll, weil ich mich darin herrlich verstecken kann. Wenn der große Kerl an mir vorbeigehen will, spurte ich hinaus und erschrecke ihn zu Tode. Mau, das macht Spaß!

 

 

 

August 2020: Ich will nichts zu diesem vermaledeiten Body hören! Nein, ich bin nicht süß darin und er steht mir definitiv nicht. Er ist eine Beleidigung an meine Göttlichkeit! Ich bin froh, dass die OP-Wunde verheilt und mein Fellchen am Rücken fast wieder vollständig nachgewachsen ist. Viel wichtiger ist die Kiste. Es ist eigentlich ein Hocker mit Aufbewahrungsfach, bei dem der große Kerl die Sitzfläche entfernt und ihn auf die Seite gelegt hat. Darauf steht meine Transportbox. Schade, dass sie immer heruntergefallen ist, wenn ich reinwollte. Nun steht der Hocker wieder hochkant, damit die Box nicht hinunterfällt. Ich fand es schon toll, den Stauraum für mich zu haben. Den benutzen meine Menschen sowieso nicht.

September 2020: In dieser Kiste kam das Mehl, das der große Kerl extra bei einer Mühle bestellt, um damit Brot und Pizza zu backen. Ursprünglich stand sie aufrecht, aber da die Klappen nicht richtig auseinandergedrückt waren und ich reinwollte, ist der Karton bei meinen Versuchen umgekippt. War gar nicht so einfach, mich da hineinzuwinden, aber mit meinem Näschen hat es doch geklappt, die obere Klappe hochzudrücken, bis ich drin war. Es war witzig, als Mama und der große Kerl morgens an mir vorbeigingen, ohne mich zu bemerken. Sie haben mich dann doch irgendwann entdeckt, aber ich fühlte mich trotzdem sicher. Mama hat den Karton mittlerweile dem Altpapierentsorger geschenkt. Das fand ich nicht nett von ihr. Das war meiner!

Der ewige Kampf

Es ist ärgerlich und ermüdend. Seit bald acht Jahren bekämpfe ich ihn und doch weicht mein Gegner keine Krallenbreite zurück. Zwischendurch dachte ich, gewonnen zu haben. Da eierte so ein roter Flitzer durch das Erdgeschoss, der mich nicht sonderlich störte. Aber der ist gestorben und sein Vorgänger kam erneut an die Macht. Staubsauger! Ich verstehe nicht, wie Mama sich diesen Dingern unterwerfen und sie durch die Wohnung führen kann. Ständig sind sie auf der Suche nach Futter und machen auch nicht Halt vor den Leckereien, die ich später noch essen wollte und deshalb neben meine Futterschüssel geworfen habe. Unter lautem Geklacker saugen sie es ein und schämen sich nicht, sich an meinem hochwertigen Katzenfutter vergriffen zu haben. Dabei verbreiten sie einen dröhnenden Lärm, der in meinen empfindlichen Ohren schmerzt, und pusten hinten abgestanden riechende Luft aus, die meine feine Nase beleidigt.

Ich sehe es ein. Ich habe als kleiner Kater dieses Monstrum nicht in seine Schranken gewiesen. Es hat mich erschrocken. Ich suchte immer das Weite und komme jetzt nicht mehr dagegen an. Aktuell haben der neue Staubsauger und ich uns stillschweigend auf einen Waffenstillstand geeinigt. Wenn er in den Raum kommt, verlasse ich gemessenen Schrittes meinen Liegeplatz und gehe in das nächste Zimmer. Leben und leben lassen. Aber das ist kein Zustand für ein göttliches Katzi! Verratet es nicht, aber ich plane ein Attentat. Dieser Staubsauger wird noch sein grau-getigertes Wunder erleben. Mau!

Jägerkatze – Teil 2

Nicht, dass meine hochgeschätzten Follower glauben, ich würde nur im Schlaf jagen und kämpfen. Bekommt es nicht mit der Angst zu tun, aber ja, das bin ich auch. Ich muss nicht immer der souveräne Kater sein, der sein Personal fest im Griff hat. Wobei, allein, dass mein Personal genau weiß, wann ich meine Fähigkeiten trainieren will, zeigt doch, wie gut ich die beiden erzogen habe.

Ich besitze übrigens zwei dieser Schnüre. Da Mama eine begeisterte Häkeltante ist, nutzt sie die Zeit beim Fernsehen für diesen Zeitvertreib. Da bleiben immer Wollreste übrig, die der große Kerl zu missglückten Bommeln verknotet, damit ich meine Krallen hineinschlagen und daran zerren kann. Ich liebe dieses Gefühl, wenn eine Kralle sicher in einem dieser Knoten steckt. Da kann der große Kerl noch so sehr an der Schnur zupfen, ich geb den Bommel nicht mehr her.

Ab und zu beiße ich auch in den Bommel oder die Schnur und übe den Nackenbiss. Ein weitsichtiger Kater mag nie wissen, wann er einer echten Maus gegenübersteht, aber er weiß sich bestens auf die Situation vorzubereiten.

Ihr frechen Mäuse dieser Welt, glaubt ja nicht, dass ihr eine Chance gegen mich habt. Keine wird mir entkommen! Ich werde mit euch spielen, euch glauben lassen, dass ihr mir doch entwischen könnt, nur um dann gnadenlos zuzubeißen. Miau!

Sind meine Augen nicht atemberaubend? Erwartungsvoll aufgerissen und vollkommen schwarz. Da wird auch der große Kerl vorsichtig. Er weiß meine Krallen zu respektieren, wobei es mir lieber wäre, er würde sie fürchten. Ich bin nur froh, dass Mama nicht so oft mit mir spielt. Sie ist keine gute Motivatorin und greift mir notfalls ernsthaft (!) zwischen die Krallen, wenn sie den Bommel zurückhaben will. Kein Respekt, die Frau!

Es mag nach unmöglichen Positionen aussehen, aber nein, das ist bequem und notwendig, um die Beute in jeder Lage bestmöglich zu schlagen. Ich überlege, ob ich Mama einen Katzenratgeber diktieren soll. Für andere Katzen, die ebenfalls fit bleiben wollen, und deren Personal, das bei der Ertüchtigung behilflich sein muss. Der Ratgeber würde sicher Jahre lang an der Spitze der Bestsellerliste stehen. Es gibt schließlich nichts Wichtigeres!

Die Beine und Krallen werden besonders gut bei dieser Übung trainiert. Einfach den Bommel festhalten und das Personal ziehen lassen. Perfekt, um auch die kleinsten Muskelpartien an den Krallen zu kräftigen, und zugleich kann man wieder etwas zu Atem kommen, wenn man die anstrengenden Übungen zuvor erledigt hat. Ich nutze diesen Teil des Trainings gerne, um mich langsam abzukühlen.

Und zu guter Letzt für die Katzen und Kater, die es mit dem guten Futter übertrieben haben: So kann man sich anfangs behelfen, bis die Fitness besser geworden ist. Diese Übung eignet sich auch bestens, wenn man sich an dem Tag schlapp fühlt, aber trotzdem etwas für seinen göttlichen Körper tun will. Das funktioniert quasi im Schlaf. Man beachte, dass ich hier beide Pfoten einsetze. Es ist also wirklich nicht schwer.

 

Damit möchte ich mich verabschieden. Über das richtige Training zu referieren, ist fast so anstrengend wie das Training selbst. Ich wünsche dem lesenden Personal, das mit seinen Herrschern mein Fitnessprogramm durchziehen darf, und meinen lieben Mitkatzen und Mitkatern viel Vergnügen! Miau und guten Mittagsschlaf.

Jägerkatze

Zuhause haben wir Feiertag. Christi Himmelfahrt. Ich liege in meinem Kissen und schnarchel immer wieder etwas vor mich hin. Aber ich bin nicht faul. Ich träume von meinen Jagderfolgen. Es gibt Studien, die belegen, dass Träume auf das Gehirn so wirken, als würde man das Geträumte tatsächlich erleben. Ich simuliere also meine Jagd, um im Wachen noch reaktionsschneller auf die Wollpuschel und Mäuse loszugehen. Ich bin ein präziser Jäger. Ich weiß, wie ich mit nur einer Kralle meine Gegner erwische und nicht mehr loslasse. Dabei zupft der große Kerl am anderen Ende und will mir meine Beute abnehmen. Das lasse ich natürlich nicht zu. 😼

Ghizmos Homepage

Hallo, mein Name ist Ghizmo. Mama hat ihre eigene Homepage und ich habe sie so lange genervt, bis ich auch eine haben durfte. * Schließlich bin ich viel wichtiger als sie. Ich bin immerhin ein Kater!

Ich kam im Herbst 2012 zur Welt und wohne bei Mama, also die Frau, die sich so nennt. Eigentlich ist das ja mein Haus und sie darf nur darin wohnen, weil ich keine Daumen habe. Sie ist ziemlich neben der Spur, aber wenn es um meine Bedürfnisse geht, hat sie es schon drauf. Sie kauft mir zum Beispiel extra drei verschiedene Geschmackssorten meines Futters und wechselt mit denen jeden Tag ab, damit es mir nicht langweilig wird. Wenn sie meine „Geschwister“, also die Chinchillas und den Hamster, füttert, bekomme ich ein paar Leckerli, damit ich nicht eifersüchtig werde. Sie hat ein Talent fürs Streicheln, nur ist ihr Timing nicht immer das Beste. Manchmal will ich doch ungestört meinen Schönheitsschlaf genießen. Aber wenn ich schon mal wach bin … Das mit dem Spielen klappt nicht so gut. Zum Glück gibt es da noch diesen riesen Kerl, der bei uns wohnt. Der kann das richtig gut. Der wedelt mit der Angel oder dem Wollfaden von Mamas letzter Häkelarbeit so toll herum, dass ich einfach darauf losgehen muss.

Na ja, egal, ich bin jedenfalls ein vielbeschäftigter Kater. Morgens wecke ich den großen Kerl, damit er rechtzeitig zur Arbeit geht. Er muss mich nämlich streicheln, bevor er fährt. Das darf er nicht verpassen. Dummerweise findet er es gar nicht lustig, wenn ich ihn schon um drei Uhr nachts wecke. Dann schimpft er und schickt mich auf meine Decke am Fußende seines Bettes, wo ich schlafen soll. Finde ich nicht so toll, aber Schönheitsschlaf ist nun mal mein Kerngeschäft. Das mache ich zwar eher tagsüber in meinem Katzenkissen auf der Couch, damit meine Menschen mich anhimmeln können, aber nachts geht das auch. Übrigens brummel und piepse ich gerne während meines Schönheitsschlafs, damit die Aufmerksamkeit auch wirklich auf mir liegt. Irgendwie haben meine Menschen keine lange Aufmerksamkeitsspanne, sodass ich sie immer wieder dazu bringen muss, nach mir zu sehen. Sonst starren die auf ihre vielen viereckigen Dinger, die Geräusche von sich geben und so seltsam flackern. Mama ist da ganz schlimm. Die klackert dabei auf einem rechteckigen Ding herum, auf das ich nicht treten darf. Wenn ich auf ihren Schoß will, stellt sie das Ding ganz schnell zur Seite. Zwischendurch stört sie meinen Schlaf und plappert vor sich hin. Dann nennt sie mich Lektorenkatzi. Ist leider nichts zum Fressen und ich bekomme auch nichts dafür. Deshalb verdrücke ich mich, wenn es zu lange dauert. In meiner Transportbox stört sie mich nicht. Tja, und wenn Mama und der große Kerl weg sind, muss ich auf meine Geschwister aufpassen. Wieso auch immer. Die sitzen in ihren Käfigen, sodass sie mir nicht auf die Nerven gehen können. Wieso soll ich also auf die aufpassen?

*gähn* Zeit für den nächsten Schönheitsschlaf!

Anmerkung von Mama: Und schon ist der kleine Kuschel eingeschlafen. Ich habe übrigens genau geschrieben, was er mir diktiert hat. Ich habe es nur übersetzt, auch wenn mir manche Ansichten nicht ganz so gefallen. Da reden wir nochmal drüber, wenn er aufwacht.

*Anmerkung von Mama: Er weiß nicht, dass er meine Homepage mit mir teilt, weil ich zu faul bin, zwei Seiten zu koordinieren. Also psst! Das hier ist jetzt „seine“ Homepage.