Kategorie: Veranstaltungen

FaRK 2022

Vom 09. bis 11. September war FaRK. Ich weiß, das erzähle ich spät. Viele haben ihre Berichte bereits geteilt. Aber vielleicht hast du ja noch nicht genug davon.

Dieses Jahr fand die FaRK zum ersten Mal in Losheim am Stausee statt, weil das ehemalige Grubengelände in Landsweiler nicht mehr zur Verfügung steht. Ich kann bestätigen, dass die anhaltenden Regenfälle dem Gelände nicht gut getan haben. Das Stroh, das an verschiedenen Stellen auf dem Boden verteilt worden war, damit man nicht plötzlich im knöcheltiefen Matsch steht, hat das Schlimmste zwar verhindert, aber es hat dort trotzdem keinen Spaß gemacht, zu gehen. So kann ich reinen Gewissens sagen, dass beide Veranstaltungsorte ihre Vor- und Nachteile haben, bei denen keiner der klare Sieger ist. Ich bin daher froh, dass ich mich überwiegend bei den Verlagen und Autoren aufgehalten habe. Dort waren die Wege fast gänzlich gut begehbar. War allerdings auch nicht so wichtig, da die Zelte einen eigenen Holzboden hatten.

Das große Abenteuer war natürlich der Samstag. Wir kamen erst gegen 18.00 Uhr auf dem Gelände an, weil wir vorher noch auf einem anderen Termin gewesen waren. Erstaunlich schnell fanden wir auf dem riesigen Gebiet unser Ziel, sodass ich als erstes die Autorin Ann-Kathrin Karschnick überfallen konnte. Bisher kannten wir uns nur aus dem Internet bzw. ich hatte sie auf der letzten FaRK zwar gesehen, sie damals aber noch nicht gekannt. Sie ist eine unheimlich sympathische Frau und ich werde immer noch grün vor Neid, wenn ich an ihren Präsentationstisch denke. So viele Bücher! Und es waren nicht einmal alle! Sie sieht es anders, trotzdem finde ich, dass sie enorm produktiv und auch erfolgreich als Autorin ist. Markus Heitkamp kam vorbei, sodass wir noch schnell Gelegenheit hatten, ihn zu begrüßen, bevor er mit dem Sohn ins Hotel ging, damit der kleine Mann schlafen konnte. Unser Weg führte uns anschließend zu seiner Frau Hanna Nolden. Sie hat sich so gefreut, dass wir da waren. Es war richtig schön. Ihr Tisch stand im selben Zelt mit dem Leseratten Verlag. So wurden wir auch von Tanja und Marc Hamacher herzlich begrüßt. Wir nutzten die Gelegenheit, um ein wenig über das Projekt „Hexenmeister Jakob Wolff“, neue Bücher des Verlags und auch Privates zu reden. Wir hatten uns noch gar nicht warmgequatscht, als ein Mitarbeiter der FaRK ins Zelt stürzte und uns informierte, dass alle Besucher zügig das Gelände verlassen müssten, weil ein Sturm herankäme. Ich dachte zuerst, dass das ein Witz wäre. Anderen ging es genauso. Marc fragte auch nach. Nein, es war kein Witz, und der Mann riet auch den Ausstellern, besser zu gehen. Uff, mir war doch mulmig bei dem Gedanken zumute. Wir verabschiedeten uns schnell und machten einen kurzen Abstecher beim Verlag Torsten Low, um wenigstens kurz Hallo zu sagen. Auch hier war die Freude groß, uns zu sehen. Sie hatten schon auf uns gewartet, weil es ja naheliegend ist, dass wir die heimischen Veranstaltungen besuchen. Trotzdem haben wir uns beeilt, der Aufforderung nachzukommen. Unterwegs hörten wir aus Lautsprechern die Ansage, dass man wegen einer Starkwetterlage das Gelände räumen müsse. Kaum saßen wir im Auto, fielen auch die ersten Tropfen herab.

Am nächsten Tag zeigte der Wetterbericht, dass ein Gewitter Losheim gestreift hatte. Es war vernünftig, die Besucher wegzuschicken. Wäre das Gewitter wirklich über dem Stausee heruntergekommen, wäre es gefährlich geworden. Nun, mir bescherte es einen weiteren Tag auf der Messe und mehr Zeit mit den Leuten, die ich so sehr schätze. So konnte ich auch kurz mit Lisa Dröttboom reden, bekam von einer weiteren Ausstellerin Tipps zum Aufnehmen von Streams sowie von Marc zum Halten von Lesungen. Wir haben uns die Lesungen von Hanna und Markus angeschaut und eine Runde über das Gelände gemacht. Dabei sind ein paar schöne Bilder von Menschen entstanden, die sich extra verkleidet hatten. Mein Favorit ist die Pilzfee, die dank das Wetters besonders unwirklich aussieht, aber auch Ursula, die Meerhexe, war verdammt gut gelungen. Natürlich konnte ich nicht an den Büchern vorbeigehen. Die Tasche war ganz schön schwer. Was muss Ann-Kathrin aber auch so viele tolle und zugleich dicke Bücher schreiben?! Vier davon mussten mit, ebenso ein Rollenspielregelwerk zu den Herbstlanden, was zum Glück nur ein dünnes Büchlein ist.

Es war ein tolles Wochenende und ich bin unheimlich froh, nach zwei Jahren wieder meine Leute gesehen zu haben. Es war verdammt einsam ohne euch!

Ein wichtiger Termin für deinen Kalender

Solltest du das Buch noch nicht haben, musst du dir im Kalender den 01.02.2022 rot anstreichen. Dann startet auf Lovelybooks die Leserunde für Die Residenz in den Highlands. Du kannst dich schon jetzt für ein E-Book bewerben. Die Herausgeberin Marianne Labisch betreut die Leserunde. Darüber hinaus werden wir Autoren, soweit es uns zeitlich möglich ist, mitlesen und bei Fragen Rede und Antwort stehen. Ich werde auf jeden Fall täglich reinschauen und freue mich schon auf die Kommentare zu diesem Buch, das ich unheimlich gelungen finde. Wir sehen uns!

MarburgCon 2021

Lange habe ich mich davor gedrückt, online an einer Messe aktiv teilzunehmen, nachdem ich im März 2020 meinen einzigen Onlineauftritt auf Twitch zur LBM hatte. Vor allem, dass die meisten Aktivitäten über Discord laufen, hat mich abgeschreckt. Ich habe eine unbegründete Abneigung gegen dieses Programm. Vor einer Woche erhielt ich jedoch die Info von meinem Verleger, dass der Leseratten Verlag samstags um 14 Uhr ein Panel für die Reihe Hexenmeister Jakob Wolff hätte. Da wollte ich doch gerne dabei sein, wenn auch nur als Zuschauerin. Regine D. Ritter hatte bereits zugesagt, als Autorin teilzunehmen, sodass ich mich nicht verpflichtet sah, das Internet mit meiner optischen und akustischen Präsenz zu beglücken. Ich installierte also Discord und war frühzeitig online, um vorher schon ein wenig mit meinem Verleger und Torsten Low vom Verlag Torsten Low zu quatschen, sollten sie Zeit haben.

Da erfuhr ich, dass meine Kollegin aus privaten Gründen hatte absagen müssen. Das fand ich unheimlich schade. Ich hatte mich darauf gefreut, mehr über die Hintergründe ihres Kurzromans zu hören. Aber wie praktisch war das doch für meinen Verlag, dass da noch eine Autorin anwesend war, die kurzfristig einspringen konnte. Ich kam also zu dem Panel wie die Jungfrau zum Kind, nur mit der beruhigend gemeinten Aussage bestückt, dass wir nicht lesen und nur locker über die Reihe reden werden. Na gut, besser hätte es nicht sein können. Hätte ich früher von meinem Glück gewusst, wäre ich vor Nervosität schon am Tag zuvor zugrunde gegangen. So hatte ich gar keine Zeit dazu, weil ich keine halbe Stunde später im Stream saß und tapfer lächelte. Erst als ich merkte, dass mein Verleger jetzt wohl bald auf meinen Kurzroman und mich zu sprechen kommen würde, flatterte die Angst in meinem Bauch und raubte mir den Atem.

Letztlich ging alles gut. Ich habe mich, soweit ich das heute Morgen in der Aufzeichnung erkennen konnte, weder verhaspelt noch hatte ich Probleme, im Hochdeutschen zu bleiben. Ich habe die Fragen anständig beantwortet und auch bei der fiesen Doppelfrage nicht vergessen, auf beide einzugehen. Mein Verleger hat auch angekündigt, dass die ersten beiden Teile der Reihe baldmöglichst als Heftromane erscheinen sollen. Wenn die sich gut verkaufen, werden auch die übrigen Kurzromane gedruckt. Ich hoffe wirklich sehr, dass das klappt, denn es gibt schon ein paar Leute in meinem Bekanntenkreis, die gerne ein Autogramm von mir auf ihrer Geschichte hätten und das Buch in ihr Regal stellen wollen, um es ihren Freunden stolz mit dem Satz „Die Autorin kenne ich persönlich“ zu präsentieren. Das funktioniert auf dem Reader natürlich nicht.

Anschließend gingen wir zum gemütlichen Teil über, also wirklich einfach am Stand „stehen“ und quatschen. Es gab Catcontent mit meinem Kater Ghizmo, der ihn überwiegend verschlafen hat, ein großes Lob von Torsten Low (Er will meinen Kurzroman! Signiert! Also, sobald es ihn als Heftroman gibt.) und einfach ein wenig Familiengefühl, wenn auch nicht ganz so stark wie sonst, wenn wir uns vor Ort sehen und drücken können.

Es war schon toll, obwohl eine Onlinemesse mit einer real stattfindenden natürlich nicht mithalten kann. Ich habe aber auch gemerkt, dass mich die fünf Stunden, in denen ich online war, ziemlich geschlaucht haben. Da ist eine richtige Messe einfach gechillter. Wenn  mir die Füße wehtun, setze ich mich in eine Lesung und lerne womöglich einen mir noch unbekannten, aber tollen Autoren kennen. Zwischen den einzelnen Ständen sind meistens ein paar Meter Wegstrecke, die ich zurücklegen muss, sodass ich zwischen den Gesprächen ein paar Sekunden Luft habe, um ein wenig von der Euphorie abzubauen und das letzte Gespräch zu verarbeiten. Eine reale Messe ist einfach etwas gestreckter, nicht so geballt wie eine Onlinemesse. Der einzige Nachteil sind die Anreise-,  Übernachtungs- und Verpflegungskosten. Aber mit zwei bis drei tollen Buchmessen/Cons direkt vor der Haustür habe ich es noch echt gut getroffen.

Teuflische Leserunde

Frohe Weihnachten! Und natürlich komme ich mit Geschenken. Heute startet auf Lovelybooks meine Leserunde zu Hexenmeister Jakob Wolff – Die Teufelshand. Du kannst dich bis zum 3. Januar 2021 für eines von zehn kostenlosen eBooks bewerben. Am 4. Januar geht es mit dem Lesen los.

Nochmal zur Erinnerung, worum es in meinem Buch geht:

Wir schreiben den frühen Herbst des Jahres 1799. Das Ritual steht bald bevor und Jakob Wolff verschlägt es auf der Suche nach einem Opfer in den Süden Frankreichs. Auf seiner Wanderschaft erfährt er von einem mysteriösen, schwer erkrankten Gefangenen Napoleons, der in der Zitadelle in Valence untergebracht ist. Der Arzt des Gefangenen bittet Jakob um Hilfe bei der Behandlung und Jakob, der einem Kollegen gerne helfen möchte, ahnt nicht, wem er bald gegenüberstehen wird.

BuCon-line

Der BuCon wird dieses Jahr wegen Corona online stattfinden (nachzulesen auf der Startseite des BuCon). Ich hatte damit gerechnet und trotzdem fühlt es sich, obwohl ich es schon seit einiger Zeit weiß, immer noch wie ein Schlag an. Ich zweifle die Entscheidung der Organisatoren nicht an. Sie ist richtig. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Aber ich vermisse die Zusammenkunft mit Autorenkollegen und Verlegern, die Familie, die wir bilden.

Außerdem hatte ich dieses Jahr geplant, mit einem Stand und einer eigenen Lesung vor Ort zu sein, sofern das Glück mir hold ist. Ich hatte es mir so schön vorgestellt, mit den Lesebegeisterten ins Gespräch zu kommen und mich auszutauschen, um auch über Leserwünsche mehr zu erfahren. Kaum zu glauben, aber als Autorin bin ich ein sehr geselliger Mensch, wo ich zuhause gerne Zeit alleine mit mir und meinen Gedanken verbringe.  Natürlich gibt es Möglichkeiten, das alles online zu machen, aber das ist nicht dasselbe und ich traue es mir nicht zu. Daher nehme ich dieses Angebot nicht wahr, überlasse technikaffineren Leuten die Slots. Ich denke, dass es so das Beste für alle ist. Keiner hat etwas von einer Lesung einer Autorin, die mit der Technik kämpft.

Es ist ein wehmütiges Gefühl, das in mir aufkommt, wenn ich darüber nachdenke, dass ich dieses Jahr keine Messe besuchen und meine große Familie nicht treffen kann. Unvorstellbar, dass ein Virus uns dazu zwingt. Hätte man mir das vor zwei Jahren prophezeit, hätte ich denjenigen ungläubin angeschaut. Aber durch Corona bin ich jetzt auch schlauer, weiß, dass ähnliche Ereignisse nicht in der fernen Vergangenheit zurückliegen, als es noch kein Penicillin und Antibiotika sowie eine Standardhygiene gab. Eigentlich schade, dass mir diese Umstände nicht schon vorher bekannt waren. Ich hätte in Hinblick darauf die Momente, in denen ich mich frei unter Menschen bewegen, sie umarmen und ohne Mundschutz mit ihnen reden konnte, noch bewusster gelebt. Aber es ist nicht alles verloren. Corona wird wie die anderen Krankheiten irgendwann kein Thema mehr für uns sein. Dann werde ich nachholen, was ich mir aktuell verkneifen muss. Bis dahin achte ich auf mich und meine Mitmenschen, trage Verantwortung und meinen Mund- und Nasenschutz korrekt, damit ich mich nicht anstecke und womöglich vor meiner Zeit sterbe oder zumindest unter üblen Nachwirkungen der Krankheit bis an mein Lebensende leide. Ich will gesund bleiben, um vielleicht schon nächstes Jahr meine Gesundheit und Freiheit wieder in vollen Zügen genießen zu dürfen – auch auf dem BuCon. Achtet ebenfalls aufeinander, damit wir uns wohlbehalten wiedersehen können!

Lesung auf „Live statt Leipzig“ und eine Auspackfotostrecke

Gestern hatte ich meinen großen Soloauftritt auf Live statt Leipzig. Ich war furchtbar nervös, obwohl ich alles gut vorbereitet hatte.

Ich wusste, wo ich sitzen würde – in meinem Esszimmer, zuhause, wo ich mich wohl fühle. Ich hatte die Lichtverhältnisse ausgetüftelt, damit die eine Bildseite nicht völlig überbelichtet ist. Obwohl bei den Tests mein Microfon am Laptop funktionierte, hatte ich das Headset bereitliegen, um es blitzschnell einstecken zu können, sollte das Microfon doch wieder nicht mitspielen. Die Bücher, die ich vorstellen wollte, lagen griffbereit. Ich wusste, dass ich nicht an den Esstisch kommen durfte, weil sonst der Bildschirm mit der Kamera und somit das Bild wackeln würde. Ich hatte meinen Text prinzipiell in 14pt auf drei Seiten ausgedruckt, damit ich selbst dann weitermachen konnte, wenn ich einen totalen Blackout hätte. Mein Wasser stand in der Nähe, falls meine Stimme plötzlich Probleme machen sollte. Ich hatte die Ressourcen fressenden Programme geschlossen und den Laptop mit dem Router per Kabel verbunden, damit die Verbindung ganz sicher nicht gestört würde – zumindest nicht durch etwas, das ich hätte vermeiden können. Ich habe sogar die Helligkeit meines Bildschirms runtergeschraubt, damit man die Spiegelung nicht so extrem in meiner Brille sieht. Und ich habe meinen Text geübt und dabei die Zeit gestoppt, um textsicher zu werden und weder zu schnell noch zu langsam zu sein. Ich habe extra meinen Timer auf der Uhr auf neunzehn Minuten gestellt, damit ich noch eine Minute Luft habe, um schnell zum Ende zu kommen, sollte ich mich verquatschen.

Die Realität 😖 … Es ist peinlich, aber kurz bevor es losging, musste ich noch einmal schnell auf Toilette. Hände waschen im Schnelldurchlauf. Auf dem Handy verfolgte ich Anja Bagus, die vor mir ihr Programm durchzog und rasend schnell zum Ende kam. Mit nur ein paar Sekunden Verzögerung saß ich bereit und rief meinen Verleger über Skype an, damit er mich auf Twitch schalten kann. Ich hätte mir Zeit lassen können. Unsere Verlagsmitarbeiterin Julia sollte mich erst noch vorstellen. Ich hätte noch etwa fünf Minuten gehabt. Aber in solchen Momenten verfliegt jegliches Zeitgefühl. Deshalb bin ich lieber zu früh und muss warten, als wenn ich genau pünktlich dazukomme.

Es war auch nicht verkehrt. Das Mikrofon vom Laptop übertrug nur Rauschen. Also habe ich schnell das Headset eingestöpselt. Dafür war die übrige Zeit wirklich sinnvoll. Dadurch entging mir aber, was Julia alles über mich erzählte, weil ich zu dem Zeitpunkt die Twitch-App bereits auf lautlos gestellt hatte. Was sie da alles über mich ausgegraben hat! 🙈

Dann ging es endlich los. Ich war am Anfang furchtbar unsicher. In solchen Situationen neige ich dazu, schnell zu sprechen. Aber dann versteht man mich nicht bzw. es fällt schwer, mir zu folgen. Ich musste mich also bremsen. Dabei sollte ich idealerweise nicht meinen Text vergessen. Die Blätter waren ja nur dazu da, dass ich die Zitate bequem vorlesen konnte, und in der Reihenfolge nicht durcheinander zu kommen. Ich wollte so wenig wie möglich darauf schauen. Nach ungefähr fünf Minuten viel die Anspannung aber von mir. Ich hatte mich warmgeredet. Die Vorstellung von The U-Files – Die Einhorn Akten, The P-Files – Die Phönix Akten und The A-Files – Die Amazonen Akten verlief gut.

Irgendwann während meiner zwanzig Minuten fiel mir auf, dass ich vergessen hatte, den neunzehn-Minuten-Timer an meiner Uhr zu starten. Ich hatte keinen Plan, wie viel Zeit mir noch blieb. Ich musste nach Gefühl gehen und darauf hoffen, dass ich nicht doch zu schnell gesprochen hatte oder wider Erwarten zu langsam war. Ich habe wohl alles richtig gemacht. Am Ende blieben mir noch ein paar Minuten, um auch auf ein paar meiner anderen Veröffentlichungen einzugehen und Werbung für meine bald erscheinende Novelle (Ich mag diesen korrekten Begriff überhaupt nicht, weil man sowas gerne in der Schule als Schullektüre aufgebrummt bekommt. Die waren fast immer langweilig. Ich bevorzuge stattdessen das Wort Kurzroman.) zu machen.

Ich klickte in Skype auf Auflegen und hoffte, dass ich alles gut gemacht hatte. Mal davon abgesehen, dass Julia „nur“ eine Verlagsangestellte ist und ich sie zur Frau meines Verlegers erhoben hatte, sind mir bisher keine Klagen zu Ohren gekommen, wobei selbst das wohl eher mit Humor aufgenommen wurde. Ich betone es immer wieder gerne. Ich. Finde. Jedes. Fettnäpfchen. Auch im Dunkeln! 🙊

Anschließend musste ich zur Post. Der Briefträger hatte tags zuvor ausgerechnet die eine Stunde erwischt, in der ich nicht zuhause war, um ein Paket zu bringen. Endlich sind meine Schätze da! Ich wollte das Ereignis mit dir teilen. Deshalb habe ich Fotos vom Auspacken gemacht.

Absolut unspektakulär. Ein Paket, wow! Ja, aber eines kann ich sagen. Dieses unscheinbare Paket war echt schwer. Ich war froh, dass ich es sowohl von der Post zum Auto als auch vom Auto zum Esstisch nicht besonders weit hatte. Und! Es kam vom Machandel Verlag!!!

 

 

Das Klebeband ist durchtrennt und hervor kommt … Ganz viel Zeitung!
Die Ware soll schließlich wohlbehalten ankommen. Ich schaute trotzdem in dem Moment, als ich das ganze Altpapier sah, ziemlich dämlich aus der Wäsche. Damit hatte ich nicht gerechnet. 😅

 

Die Lage aus Zeitungspapier musste weg. Ich war ja so neugierig und ungeduldig! Zugleich musste ich vorsichtig sein, weil meine Verlegerin angekündigt hatte, Programmhefte dazuzulegen. Die wollte ich nicht kaputt machen. Hach, bei dem Anblick geht einem doch das Herz auf!

 

 

Ich musste die Lieferung einfach hübsch auf dem Tisch ausbreiten, damit du sehen kannst, was ich Tolles bekommen habe! Wer Elfen vertraut, ist selbst schuld und eines der Bücher Taxi mit Elfe gehören mir. Die beiden gehören ja zusammen und ich musste einfach Wer Elfen vertraut, ist selbst schuld auch haben. In Taxi mit Elfe bin ich mit einer Geschichte vertreten. Ich muss dir auch noch unbedingt die beiden Bücher vorstellen. Ich hatte bisher keine Zeit dazu und jetzt möchte ich sie natürlich gerne zuerst lesen, damit ich sie so richtig vorstellen kann. Aber eine kleine Vorstellung werde ich noch diesen Monat irgendwie reinquetschen. Die übrigen Bücher sind für den Verkauf gedacht und hier siehst du auch die Programmhefte und eine Menge toller Lesezeichen. Ich bin total verliebt!

Allein diese beiden Punkte haben meinen Tag gestern zu etwas Besonderem gemacht. Ich war anschließend auch noch sehr fleißig, obwohl ich nicht an meinen Geschichten gearbeitet habe. Ich bereite da etwas vor, zu dem ich schon bald ganz konkret informieren werde.

Online-Lesung

Es dürfte keine Neuigkeit sein, dass die Leipziger Buchmesse wegen des Corona-Virus abgesagt wurde. Ich wäre normalerweise als Fachbesucherin vor Ort gewesen. Durch die Absage entsteht gerade für die Kleinverlage ein noch nicht zu kalkulierender Schaden, da mit Einnahmen gerechnet wurden, die jetzt ausbleiben. (Nicht zu vergessen die KNV-Kriese, wegen der viele Kleinverlage auf ihren Forderungen des Weihnachtsgeschäfts sitzen geblieben sind, und der Auslistung einzelner Buchtitel durch Libri, sodass diese Bücher in den Buchhandlungen und Online-Shops nicht mehr sichtbar sind.) Im Internet kursiert aus diesem Grund der #bücherhamstern, der Lesebegeisterte dazu aufruft, die Bücher direkt bei den Kleinverlagen zu bestellen, die sie sonst auf der Messe gekauft hätten. Aber das ist noch lange nicht alles, was die Gemeinschaft aus Autoren, Verlagen, Bloggern und Lesebegeisterten auf die Beine gestellt hat. Es wurden auch mehrere Online-Veranstaltungen ins Leben gerufen. So kann man z. B. auf dem Amazon-Dienst Twitch (mit einem Klick zum Direktlink ganz ohne Anmeldung) donnerstags bis sonntags von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr Lesungen verfolgen. Ich werde gleich donnerstags um 14.45 Uhr für zwanzig Minuten aus The P-Files – Die Phönix-Akten und The A-Files – Die Amazonen-Akten lesen. Ich würde mich unheimlich freuen, wenn möglichst viele die Zeit finden, vorbeizuschauen.

Leipziger Buchmesse 2020

Ich war ja lange unsicher, ob ich dieses Jahr wieder zur LBM fahren sollte. Klar, ich hatte die vier Tage letztes Jahr unheimlich genossen, viele Kontakte geknüpft und Kollegen getroffen. Aber es war auch anstrengend und ein teures Vergnügen, für das ich sonst eine Woche in Urlaub hätte fahren können. Trotzdem, mein Herz hängt an der LBM. So entschied sich mein Manager kurzfristig, dass wir es dieses Jahr wieder versuchen wollen, hinzukommen. Noch fehlt das Ok für seinen Urlaub. Es steht und fällt also damit, ob wir fahren können. Aber das Hotel ist bereits gebucht – natürlich kostenlos stornierbar.

Worüber ich mich gerade ganz besonders freue: Ich habe am Freitag über die Homepage der LBM einen Antrag gestellt, um die Messe dieses Mal als Fachbesucherin besuchen zu können. Dazu musste ich nachweisen, dass ich eine Autorin bin. Puh, wie macht man sowas??? Immerhin habe ich keinen Handelsregisterauszug, kein Gewerbe angemeldet, bin weder im Besitz eines Meister- oder Gesellenbriefes, das Prüfungszeugnis meiner Ausbildung als Kauffrau für Bürokommunikation wird sie in diesem Zusammenhang wohl auch kaum interessieren und einen thematisch passenden Arbeitgeber kann ich auch nicht vorweisen. Hmm … Ich habe es mir letztlich einfach gemacht und meine Vita nebst Bibliographie geschickt. Damit konnte man immerhin bei den angegebenen Büchern prüfen, ob mein Name darin auftaucht. Ich hatte keine Ahnung, ob das ausreicht, aber … ES HAT GEREICHT!!! 😍

Ich freue mich tierisch. Dabei geht es mir nicht einmal um die wenigen Euro, die ich beim Kauf des Tickets sparen kann. Die nehme ich gerne mit, aber tatsächlich ist mir wichtiger, dass eine offizielle Stelle – die große LBM! – mich als Autorin akzeptiert. Klar, was sollte sie sonst tun? Immerhin stehen bereits acht Veröffentlichungen in meiner Bibliographie. Aber es fällt mir doch immer wieder schwer, zu glauben, dass andere mich ebenfalls als Autorin sehen und das nicht nur Wunschdenken meinerseits ist.

Ich könnte platzen vor Freude, aber das lasse ich lieber bleiben. Sonst habe ich von meiner Akkreditierung ja nichts mehr. 😅

BuCon 2019 – Rückblick

Hach ja, zum zweiten Mal war ich auf dem BuCon in Dreieich. Dort fing 2018 alles an. Dort saß ich um 11.00 Uhr in der Lesung der „The P-Files – Die Phönix Akten“ in der ersten Reihe. Ich war damals so aufgeregt, als würde ich gleich lesen. Am liebsten hätte ich laut auf mich aufmerksam gemacht, dass ich da bin und zu diesen Autoren am Tisch, die gleich lesen werden, dazugehöre. Die Aufforderung, dass sich die übrigen P-Files-Autoren doch bitte erheben und zu erkennen geben möchten, traf mich trotzdem vollkommen unvorbereitet. Im Anschluss wurde ich in diese tolle Gruppe aufgenommen, als würden wir uns schon ewig kennen und nicht erst ein paar Minuten. In dieser Zeit wuchs mein Wunsch, selbst mit diesen liebenswerten Wahnsinnigen vor einem Publikum zu sitzen/stehen/liegen (letzteres überlasse ich doch lieber Jörg Fuchs Alameda 🤣) und aus meiner Geschichte vorzulesen. Dazu musste ich es mit einer Geschichte in die „The A-Files – Die Amazonen Akten“ schaffen. Hat alles wie geplant funktioniert, sodass ich letzten Samstag mit VIP-Bändchen um den Hals zwischen den vielen Menschen herumwandeln konnte.

Aber ich beginne lieber am Anfang, bevor ich dich komplett verwirre. Nicht bei 2018, aber zumindest bei letztem Donnerstag. Ich hatte ja erwähnt, dass ich noch Kekse backen muss. Dieses Mal gab es Chocolat Chip Cookies. Habe ich noch nie gebacken, aber das Rezept klang interessant, weil auf eine Portion Teig ein Päckchen Vanillepuddingpulver reinkommt. Zum ersten Mal habe ich es geschafft, dass die Cookies nicht handtellergroß wurden und auch nirgends aneinander backten. Langsam komme ich mit dem wandernden Cookieteig klar. 💪 Es kamen zwei große Dosen, fast bis zum Rand mit Cookies gefüllt, bei der Backaktion heraus. Und ich finde sie furchtbar lecker!

Abends packten wir die Koffer, soweit es bereits möglich war. Die Waschbeutel kommen immer erst am Abreisetag in den Koffer, da wir nicht alles doppelt haben.

Freitagmittag fuhren wir los. Insgesamt eine recht entspannte Fahrt. Um die Uhrzeit waren wohl die meisten arbeiten oder auf der Frankfurter Buchmesse. Gegen 16.00 Uhr checkten wir im Hotel ein und breiteten uns in aller Ruhe in unserem Zimmer aus. Wir hatten Zeit. Der Tisch im Restaurant war erst für 20.00 Uhr reserviert.

Nach einer erholsamen Nacht, was bei Hotelbetten ja nicht immer selbstverständlich ist, klingelte schon um 7.00 Uhr der Wecker. *grummel* Ich hätte gerne noch eine halbe oder – noch besser! – ganze Stunde geschlafen, aber es galt, mich auf meine Lesungen vorzubereiten und rechtzeitig beim BuCon aufzuschlagen. So verbrachte ich die kommende Stunde statt mit Schlafen im Badezimmer bzw. vorm Spiegel in der Schranktür, da meine Kurzsichtigkeit beim Schminken keine 20 cm Distanz zwischen mir und dem Spiegel erlaubt. 10 cm sind ok. Reicht auch, um den Wimperntuschepinsel zu führen, ohne ihn ins Auge zu stechen. 😅

In kompletter „Indianer auf dem Kriegspfad“-Bemalung ging es zum Frühstück. Gestärkt für den Tag beluden wir das Auto mit Kamera, Stativ, Keksen, meinen Leseunterlagen und vielem mehr. Das Hotel liegt direkt um die Ecke zum Bürgerhaus, 1,2 km Entfernung. Zu weit, um wie die Packesel beladen hinzulaufen. Als einfache Messebesucherin hätte ich den Fußweg jedoch in Erwägung gezogen.

Um 9.30 Uhr parkten wir das Auto. Viel zu früh, um schon reingelassen zu werden. Trotzdem war es schwer, sitzen zu bleiben. Zu gerne wollte ich die bekannten Gesichter von Verlegern und Autoren sehen und begrüßen. Außerdem wollte ich mich frühzeitig in den Standdienst der Geschichtenweber einweisen lassen, um vor Beginn meines Dienstes auch noch auskundschaften zu können, wo sich der Panicroom befand, damit ich nicht kurz vor knapp suchen müsste und zur eigenen Lesung zu spät käme.

Wir ließen eine viertel Stunde verstreichen, ehe wir mit leichtem Gepäck die letzten Meter zum Bürgerhaus liefen. Davor warteten schon Autoren und die ersten Besucher darauf, dass sie endlich eingelassen werden. Wir reihten uns ein und warteten mit. Das war noch schlimmer als im Auto. Ich wollte endlich mein Bändchen, das mich als Autorin auszeichnet, die aktiv an der Veranstaltung teilnimmt. Ein geniales Gefühl. Immerhin sitze ich mindestens 95 % meiner jährlichen Arbeitszeit still auf der Couch und haue in die Tasten. Nur in den sozialen Medien trete ich hervor und bitte um Aufmerksamkeit, was in der heutigen Zeit einfach notwendig ist, da selbst die großen Verlage nicht mehr zu 100 % die Werbung stemmen können. Am Samstag lief ich jedoch ganz offiziell als VIP herum, für jeden schon von weitem als eine Person erkenntlich, die die Veranstaltung mitgestaltet. Dafür lohnt es sich, fast ein Jahr versteckt vor anderer Leute Augen zu schreiben. Ich vermisse es nicht, vielleicht einmal im Monat von meinem Vorgesetzten für eine Leistung gelobt zu werden, die gar nicht notwendig gewesen wäre, wenn andere keinen Mist gebaut hätten. Lieber einmal im Jahr dieses Hochgefühl.

Alles lief prima. Ich entdeckte schnell den Stand der Geschichtenweber und ließ mir alles in Ruhe zeigen. Sie haben extra eine Tafel aufgestellt, auf der alle anwesenden Geschichtenweber unterschreiben sollten. Auf diese tolle Idee muss man erst einmal kommen! Auch den Panicroom fanden wir rasch, allerdings wurde ich dort auch erst einmal negativ überrascht. Da die Lesungen erst um 11.00 Uhr begannen, konnte ich mit den Helfern der Veranstaltung reden. Zufällig blickte ich dabei auf den Leseplan. Da standen wir mit den „The A-Files – Die Amazonen Akten“ auf 17.00 Uhr! So, als hätte es die Programmänderung nicht gegeben oder wäre rückgängig gemacht worden. Ich konnte nichts tun. Ich musste zu meinem Standdienst. Allerdings lief mir Jörg Fuchs Alameda über den Weg, der die Lesung organisiert hatte. Ich bat ihn, zu klären, was da schiefgelaufen sein könnte bzw. wann wir jetzt wirklich lesen, und nahm meinen Dienst bei den Geschichtenwebern auf.

Am Stand lief alles prima. Ich hatte eine unheimlich nette Standnachbarin (*zu Sandra Baumgärtner rüberwink*), die ich bereits vom Sehen und einem kurzen Gespräch auf der letzten FaRK kannte. Wenn an unseren Ständen gerade nichts los war, quatschten wir übers Schreiben und ihren Verlag „Machwerke“. Tatsächlich generierte der Geschichtenweberstand während meines Dienstes auch seinen ersten Verkauf für diesen Tag. Ich bin ganz stolz auf mich. Bei den vielen Veröffentlichungen, in denen die Geschichtenweber ihre Finger drin haben, habe ich überhaupt keinen Überblick. Zum Glück griff der Kunde nach einem Buch, das ganz offensichtlich in die Welt von H. P. Lovecraft gehört. Äh, also, ich habe von ihm noch nie etwas gelesen und auch nichts, das aus seinem „Universum“ stammt, aber ein bisschen Blabla von wegen „düster, dem Stil von H. P. Lovecraft nachempfunden und spielt in dessen Welt“ konnte ich doch beisteuern. Keine Ahnung, ob es an dieser „genialen“ Beschreibung lag, der Käufer nur Mitleid mit mir hatte oder – was viel wahrscheinlicher ist – das Buch für sich sprach, er hat es gekauft. Nur das zählt, oder? 😁

Die Stunde Standdienst verging so schnell, dass ich gerne noch eine Stunde drangehängt hätte. Allerdings war mein Fanclub mittlerweile eingetroffen. Ich musste meine Schwester, die extra wegen mir angereist war, gebührend begrüßen und sie etwas herumführen. Darüber verpasste ich die 12.00-Uhr-Lesung, womit mir die Entscheidung, ob ich mich zu Robert Corvus und seinem „Ströme der Macht“ oder J. Gebauer & F. Löffler und ihrem Podcast „Kapitel Eins“ setze, abgenommen wurde.

Um 13.00 Uhr fand ich mich in der Lesung von Anja Buchmann ein. Sie las u. a. aus ihrem Roman „Album der verschwundenen Freunde“ vor. Dieses Buch steht bereits seit der Leipziger Buchmesse auf meiner Wunschliste und ich fand es prima, einen kleinen Einblick in die ersten Kapitel zu bekommen. Nun besitze ich ein signiertes Exemplar und ich freue mich schon darauf, es zu lesen (*kritisch zu meinem SUB auf meinem Wandregal schiel* – Da sind noch elf Bücher zuerst dran, bevor ich überhaupt daran denken kann, an die neuen Bücher zu gehen. – *seufz* – Das dürfte noch ein Weilchen dauern.).

Eigentlich hatte ich vorgehabt, um 13.30 Uhr die Lesung von Eva von Kalm aus ihren „Legenden aus Adaira“ zu besuchen. Das wurde mir mit meiner eigenen Lesung um 14.00 Uhr (Jörg Fuchs Alameda konnte mir zwischenzeitlich den Termin bestätigen, was für ein Glück! Und vielen Dank, dass du dich darum gekümmert hast!) zu knapp. Stattdessen holte mein Kameramann die Ausrüstung und meine Leseunterlagen aus dem Auto, während ich mich noch kurz mit Regine D. Ritter unterhielt. Ganz entspannt schlenderte ich zum Panicroom, ließ mir von meinem Manager die Leseunterlagen geben und stürmte mit meinen Autorenkollegen den Raum.

Ein Video sagt vielleicht mehr als 1.000 Worte. Die anderen Autoren werden ihre Videosequenzen wohl auch auf ihre Seiten laden, sodass du mit etwas Recherche die komplette Lesung sehen kannst. Falls ich es schaffe, verlinke ich die Beiträge hier nachträglich und in korrekter Reihenfolge.

Lesung von Agga Kastell

Lesung von Jörg Fuchs Alameda

Tja, fürs erste Mal war das doch gar nicht so schlecht. Jörg Fuchs Alameda musste mich auch gleich loben. Danke dafür! Es hat mir die Anspannung schlagartig genommen, denn ich habe von meiner Lesung nur wenig mitbekommen. Ich war einfach in meiner Geschichte drin und habe sie gelebt.

Insgesamt war diese knappe Stunde einfach wundervoll. Wir waren etwas zeitiger fertig als erwartet. So begannen wir gleich mit dem Signieren der Bücher, machten draußen weiter, als der nächste Programmpunkt anstand, und machten diverse Fotos. Besonders habe ich mich darüber gefreut, dass eine Buchbloggerin und ihre Freundin meiner Einladung spontan gefolgt waren. Wir hatten uns am Geschichtenweberstand unterhalten und dabei empfahl ich unsere Lesung, weil sie thematisch zum Geschmack der Beiden zu passen schien. Ihre strahlenden Augen und die Bitte um ein gemeinsames Foto mit der Gruppe waren eine tolle Bestätigung.

Um 16.00 Uhr wollte ich zu Oliver Plaschkas Lesung aus „Die Wächter der Winde“. Es blieb beim Wollen. Stattdessen habe ich mich mit Kollegen und zwischendurch sogar mit meiner Schwester unterhalten. Da hörte ich nur, wenn sie dabei stand, wie sie meinen Mann fragte, ob er das alles versteht, was wir da bereden. Bisher war mir nie bewusst gewesen, dass wir Autoren bzw. wohl auch die Verleger über Dinge reden würden, die für einen Außenstehenden nach Bahnhof und Abfahrt klingen. Dabei ging es nicht einmal um die Formatierung einer Normseite, Netzwerke wie PAN, das Nornennetz oder die Nordlichter. Da fallen Begriffe und Eigennamen, die man normalerweise nicht kennt. „Willkommen in meiner Welt, Schwesterherz. Das Schreiben ist ein wirklicher Beruf, zu dem es viel zu wissen gibt.“ 😉

Eine Überraschung hielt unsere Lesung von den Geschichtenwebern um 17.00 Uhr bereit. Leider hatte die Druckerei es nicht geschafft, das Best-of der Geschichtenweber rechtzeitig zu liefern. Das erinnerte uns Autorinnen, die aus  „Bilder einer Ausstellung“ lesen wollten, stark an 2018. Da war dasselbe passiert. Trotzdem wurde das Buch kurz vorgestellt. Ich drücke die Daumen, dass es nächstes Jahr mit der Lesung aus diesem Best-of klappen wird! Es folgte ein Einblick in das Buch „Stadt unter dem Meer“, zu dem man um 18.00 Uhr noch mehr hören konnte. Und dann ging es fast ausschließlich um unsere „Bilder einer Ausstellung“. Ich las meine Geschichte als erste. Die hat zufällig an der Stelle, an der ich endete, einen Bezug zur Geschichte von Regine D. Ritter, die von den Katakomben unter Paris handelt. Natürlich gibt es auch dazu ein Video und ich werde, soweit möglich, die Seiten der anderen verlinken.

 

Lesung von Regine D. Ritter

Zuletzt las Marianne Labisch aus ihrer Geschichte vor, ehe wir die restliche Zeit nutzten, um aktuelle Projekte vorzustellen. Ich habe eine riesen Vorfreude im Bauch. Über das Projekt „Wundersame Haustiere und wie man sie überlebt“ weiß ich als Geschichtenweberin schon etwas länger Bescheid. Daher hat sich mittlerweile eine kleine Idee in meinem Kopf festgesetzt. Es ist noch Zeit bis zum Abgabetermin, weswegen ich mich noch nicht an die Umsetzung dieser Idee gesetzt habe, aber ich freue mich schon diebisch auf mein mörderisches Haustier. Mal sehen, ob es überzeugen kann, wenn ich es auf die Entscheider loslasse. 😄

Auch den Programmpunkt von PAN um 18.00 Uhr habe ich letztlich ausgelassen. Ich war nach dieser zweiten Lesung von mir einfach k.o. Daher machte ich schnell die Runde, um meine Einkaufsliste abzuarbeiten, und verabschiedete mich langsam von allen – von meiner Schwester, dem Leseratten Verlag, dem Machandel Verlag, dem Verlag Torsten Low und allen Autorenkollegen, die mir dabei über den Weg liefen. Danke an euch! Wegen euch war dieser Tag einfach wundervoll. Und danke an die Organisation und die vielen Helfer, ohne die diese Veranstaltung gar nicht möglich wäre. Dank euch allen schwebte ich auf Glückshormonen, die bis Dienstagmorgen angehalten haben. Erst jetzt, da mich der Alltag zurück hat, merke ich, wie sehr mir das alles fehlt, obwohl es anstrengend ist. Na ja, da hat mich jetzt der Messe-Blues erwischt. Es ist eben nicht leicht, sich von so einem tollen Sammelsurium aus Menschen, Büchern und Erlebnissen zu verabschieden und das alles einfach hinter sich zu lassen. Nächstes Jahr komme ich wieder. Versprochen! Vielleicht darf ich dann ja wieder lesen. Aus den „The D-Files – Die Drachen Akten“ womöglich? Schön wäre es!

Hier der Inhalt der Con-Tüte …

… und der Inhalt der beiden geheimnisvollen Papiertütchen, die man bei meinen erworbenen Büchern sehen kann. Alles Goodies von Anja Buchmann.