Kategorie: Ausschreibungen

Und es wird dunkel …

Vor ziemlich genau einem Jahr schickte ich meine Kurzgeschichte für die Ausschreibung Dunkel des Baltrum Verlags ab. Ich war sehr früh dran. Ich hätte bis Ende September Zeit gehabt, aber ich wollte die Termingeschichten letztes Jahr zügig abarbeiten. Vor ein paar Tagen kam endlich die Antwort des Verlags. Eine Absage. Es ist seltsam. Es hat mich überhaupt nicht gestört. Offensichtlich ist dieses Jahr anders, weil ich nur an für mich besonderen Ausschreibungen teilnehmen will. Der Druck, den ich mir die letzten Jahre machte, um möglichst viele Kurzgeschichten für Ausschreibungen zu schreiben, um auch verhältnismäßig viele Veröffentlichungen im Jahr zu erreichen, ist weg. Stattdessen konzentriere ich mich völlig auf meine Romane, die ich eines Tages veröffentlichen will. Ich weiß noch nicht, ob das der richtige Weg zu einer erfolgreichen Autorenkarriere für mich ist, aber es fühlt sich gut an. Das ist doch alles, was wichtig ist.

Die Kaffeefee

Es ist schon ein paar Tage her, dass der Art Skript Phantastik Verlag eine Longlist auf seiner Homepage veröffentlicht hat, auf der die Titel der Kurzgeschichten stehen, die es in die nähere  Auswahl geschafft haben. Es gab über 200 Einsendungen vieler guter Autoren, die ich teilweise flüchtig oder auch näher kenne. Meine Geschichte hat es leider nicht auf die Longlist geschafft. Schade, denn das Thema hat mir sehr gefallen und ich will schon lange mit diesem Verlag zusammenarbeiten. Vielleicht beim nächsten Mal. Nun, dafür habe ich jetzt beide Daumen frei, um sie für eine befreundete Autorin zu drücken. Ich bin auf die endgültige Auswahl sehr gespannt und hoffe das Beste.

Pipers weihnachtliche Ausschreibung

Ich habe völlig vergessen, dir davon zu erzählen. Vor ein paar Tagen gab Piper auf Instagram bekannt, wer mit seiner Geschichte weitergekommen ist.  Ich bin nicht unter dem Glücklichen. Das ist natürlich schade, aber es nimmt mir auch den Druck, den Roman schnellstmöglich fertigschreiben zu müssen. Ja, ok, vermutlich wird sich an meinem bisherigen Arbeitstempo wenig ändern. Ich mag die Geschichte und will ihre Details entdecken. 😅

Wieder einmal hat es eine Autorin aus meinem Bekanntenkreis weitergeschafft. Ich bin neidisch, freue mich aber ehrlich für sie. Es wäre schön, wenn das Glück sie treffen würde. Ich würde es ihr gönnen und drücke ihr die Daumen.

Weihnachtliche Ausschreibung

Ich schwöre dir, als ich diese Ausschreibung gestern las, fiel mir die Kinnlade runter. Piper veranstaltet erneut einen Wettbewerb und dieses Mal suchen sie nichts geringeres als einen Weihnachtsroman! Das klingt doch wie für mich gemacht, nachdem ich dieses Jahr viele Wochen damit zugebracht habe, genau das zu planen.

Damit habe ich sogar den größten Teil der Arbeit, die mit dieser Aufgabe für den Anfang verbunden ist, bereits erledigt. Der gewünschte Pitch und die inhaltliche Zusammenfassung habe ich durch meine Planung bereits vorliegen. Ich muss beides maximal noch einmal überarbeiten, damit sie auch wirklich ansprechend sind. Dann steht mir das Schreiben der Leseprobe (20.000 bis 30.000 Anschläge) bevor. Die schaffe ich unter normalen Umständen locker innerhalb einer Woche. Kniffliger wird es sein, die Leseprobe anständig zu überarbeiten, damit sie den Leuten vom Verlag nicht „Achtung, ich bin eine Rohfassung!“ entgegenschreit. Dazu brauche ich normalerweise Abstand zum Text, idealerweise ein paar Wochen bis Monate, aber Abgabetermin ist schon der 06. Januar 2021. Ich werde keine Zeit haben, um genug Abstand zum Text zu bekommen, aber ich werde trotzdem mein Bestes geben. Ich habe da ja noch den Notfallplan „Ehemann-Testleser-Aktivierung“. 😅 Der findet die Schwachstellen, die ich noch nicht sehen kann, mit einer an Gemeinheit grenzenden Präzision. 🧐 Außerdem muss ich einen Mini-Pitch schreiben, den Piper idealerweise auf Instagram vorstellen will. Der soll zwei bis drei Sätze umfassen. Klingt nach einer einfachen Aufgabe, aber sowas kann es echt in sich haben. Immerhin sollen damit die Leute wissen, worum es geht, und neugierig werden. Zum Schluss muss ich das alles in eine anständige Form bringen, damit es professionell ist und den Verlag überzeugt.

Ich hätte nicht erwartet, dass Piper so bald eine neue Ausschreibung startet. Dieses Mal ist sie sehr speziell, während sie beim letzten Mal nach Fantasyromanen suchten. Da könnte ich mit meinem Romantasy angehauchten Roman vielleicht größere Chancen haben. Jedenfalls musste ich bis gestern regelmäßig den Kopf über mich selbst schütteln, weil Weihnachtsromane doch nur in der Weihnachtszeit gelesen werden, somit sich also nicht so gut verkaufen und Verlage diese nicht so gerne verlegen. Dachte ich jedenfalls. Aber wenn Piper speziell danach sucht und andere Autoren ähnlich dachten wie ich und sich deshalb bisher vom Planen oder sogar Schreiben abhalten ließen … Ach, ich greife wieder einmal nach den Sternen, aber es wäre wirklich zu schön, wenn ich dieses Mal einen erwischen würde. ✨

Ausschreibung „Grenzen – Ende oder Anfang?“

Die Veranstalter dieser Ausschreibung haben ihre Herangehensweise geändert. Statt den Sieger auf ihren Homepages zu veröffentlichen, sodass die anderen Teilnehmer dort nachlesen können, dass ihre Geschichte nicht gewonnen hat, werden jetzt zusätzlich E-Mails verschickt. Ich finde, dass das ein Schritt in die richtige Richtung ist. Da ich weiß, dass das Zeit in Anspruch nimmt, weswegen sich die Veranstalter bisher gegen diesen Zeitfresser entschieden haben, möchte ich mich an dieser Stelle bedanken. Danke, dass ihr euch die Mühe gemacht habt, uns alle per Mail zu informieren. Ich wusste, dass ihr das dieses Jahr anders handhaben wolltet, und fühlte mich deshalb nicht in der Luft hängengelassen. Das weiß ich zu schätzen!

Du kannst es dir denken. Meine Grenze endete, bevor sie richtig begann. Meine Geschichte hat nicht gewonnen. Das ist natürlich schade. Von 88 Teilnehmern als Siegerin gekürt zu werden, ist etwas Besonderes. Außerdem hätte ich die 100 Euro Preisgeld gut gebrauchen können. Wer täte das nicht, zumal in Coronazeiten? Trotzdem ist es nicht schlimm. In meinen Anfängen war ich immer enttäuscht, wenn eine Absage kam, obwohl ich versuchte, die Angelegenheit logisch zu betrachten. Mittlerweile gehört es zu meinem Beruf dazu. Wo ich mir früher schwertat zu akzeptieren, dass ich nicht gut genug bin, empfinde ich es heute nicht mehr als Herabwertung meiner Person oder meiner Geschichte. Wieso auch? In meiner Branche regiert der Geschmack und ich habe endlich gelernt, dass ich nicht alle zufriedenstellen kann. Wenn ich das tun wollte, müsste ich irgendeinen Einheitsbrei produzieren, mit dem ich mich nicht identifizieren könnte. Da bleibe ich doch lieber individuell. Das fühlt sich gut an, sodass auch eine Absage mich nicht aus dem Gleichgewicht bringen kann. Es gibt andere Ausschreibungen. Ich werde auch wieder mehr Glück haben.

Wundersame Haustiere und wie man sie überlebt

Für diese Ausschreibung hatte ich mir etwas Lustiges überlegt. Heute kam die Rückmeldung. Ich bin ja immer noch überrascht, dass es 160 Einsendungen gab. Als ich die Zahl vor ein paar Wochen las, rechnete ich mir gleich geringere Chancen ein. Dafür war meine neue Meerschweinchenart einfach zu normal. Oder? Nein, ja, mit Sicherheit zu normal oder vielleicht auch handwerklich nicht gut genug. Jedenfalls erhielt ich eine Absage. Schade, weil ich Tiere so sehr liebe und das Thema einfach toll ist, aber kein Weltuntergang. Beim nächsten Mal klappt es sicher wieder. Aktuell stehen noch sechs Antworten aus und zu zwei Ausschreibungen habe ich noch gar nichts eingesandt. Da geht noch was! 😉

Grenzen werden überwunden

Letzte Woche schrieb ich, wie unsicher ich bei meiner Kurzgeschichte für die Ausschreibung Grenzen – Ende oder Anfang? bin. Ich habe sie mir noch einmal durchgelesen, um Sicherheit zu erlangen. Das hat nicht funktioniert. Ich zweifle immer noch, ob die Geschichte gut genug ist. Aber ich weiß auch nicht, wo ich sie noch verbessern kann, ohne sie zu verschlimmbessern. Ich habe mich daher heute für die Methode Augen zu und durch entschieden. Meine Kurzgeschichte ist eingereicht, sodass ich mich darum nicht mehr sorgen muss. Ich warte noch auf die Erleichterung, aber bisher lässt sie auf sich warten. Vermutlich muss ich mich mit einer anderen Geschichte ablenken, um die Unsicherheit zu überdecken. Auf jeden Fall freue ich mich über jeden gedrückten Daumen. Ich kann es gebrauchen.

Auch Jadedrachen können beißen

Die Ausschreibung ist beendet und ich erhielt gestern das Ergebnis. Meine Geschichte hat es dieses Mal nicht in die Anthologie geschafft. Ich habe damit gerechnet und zugleich das Gegenteil erhofft.

Nun treibt mich die Frage herum, ob meine Geschichte zu denen gehört, die wegen Platzmangel im Buch eine Absage erhielten, oder ob sie generell nicht gut genug war. Ich weiß es nicht und es ist eigentlich unnötig, darüber nachzudenken. Ich habe mein Bestes abgegeben und darf trotz Absage stolz auf die Kurzgeschichte sein. Zudem warte ich nur noch auf die Veröffentlichungen der vier Kurzgeschichten, zu denen ich dieses Jahr bereits eine Zusage erhalten habe. Da tut eine Absage nicht weh.

Es ist nur schade, weil die Märchenanthologiereihe in diesem Verlag eingestellt werden soll. Da ich seit drei Jahren in Folge meine Geschichten darin veröffentlichen durfte, hätte es mir gefallen, auch in den  letzten Bänden dabei zu sein. Egal, das hätte nur mein Ego gestreichelt. So wichtig ist es also nicht. Stattdessen werde ich mein Glück beim nächsten Mal wieder herausfordern.

Zwischenstand „Auch Jadedrachen können beißen“

Am Wochenende postete die Verlegerin des Machandel Verlags eine Übersicht. Darin ging sie auch auf die Ausschreibung Auch Jadedrachen können beißen ein. Sie hat 73 Einsendungen dazu bekommen und konnte nicht einmal die Hälfte der Geschichten aussieben. Ihre Ausführungen wirkten auf mich leicht verzweifelt. Sie schreibt, dass die übrigen Geschichten alle qualitativ gut sind. Allerdings sind sie zu viele für eine einzelne Anthologie und zu wenige für zwei. Das bedeutet, dass sie sich von tollen Geschichten trennen muss, auch wenn es ihr in der Seele weh tut. Die Qual der Wahl, die ich ihr nicht abnehmen möchte. Ich könnte mich nicht entscheiden.

Bis zu dem Moment, als ich das las, hatte ich die Ausschreibung völlig vergessen. Ich habe genug um die Ohren, sodass ich nicht ständig darüber nachdenken kann, wie meine Chancen in den diversen Ausschreibungen aussehen. Ich bin froh über diesen Umstand, weil ich sonst kaum schreiben könnte. Aber jetzt ist diese Ausschreibung in meinen Fokus gerückt und ich überlege, ob ich es schaffe oder nicht. Ich denke mit Stolz an die drei Anthologiebände, die in der Vitrine stehen und beweisen, dass ich drei Jahre in Folge mit meinen Geschichten überzeugen konnte. Mir ist bewusst, dass das keine Garantie ist, um es auch im vierten Jahr in die Anthologie zu schaffen. Vielleicht ist das sogar der Grund, wieso ich dieses Mal eine Absage bekomme, weil die Verlegerin einem anderen Autoren eine Chance geben will. Es wäre generell möglich, dass ich dieses Jahr das Thema etwas zu abgehoben umgesetzt habe und deshalb sowieso schon ausgesiebt wurde.

Alles ist möglich, aber ich hoffe natürlich das Beste für mich, weil ich diese Märchenanthologien einfach wunderbar finde. Die Cover sind toll und ich mag die Geschichten unheimlich.

Zwischenstand „Wundersame Haustiere und wie man sie überlebt“

Die Abgabefrist dieser tollen Ausschreibung ist abgelaufen und ich habe gelesen, dass sich 162 Einsendungen angehäuft haben. Wow! Das musste ich erst einmal verdauen. Und dann kam die nüchterne Bürofachkraft in mir hoch, die gleich mal eine Statistik berechnen musste. Zum Zeitpunkt der Ausschreibung war noch nicht klar, wie viele Geschichten in die Anthologie aufgenommen werden sollen. Aus Erfahrung könnten es so zwanzig bis dreißig Kurzgeschichten sein. Das heißt, die Chance auf einen Platz in dem Buch liegt bei rund 12 bis 18%. Im besten Fall schafft es jeder fünfte/sechste Autor, im schlimmsten nur jeder achte. Hui. Immer noch besser als der 6er mit Zusatzzahl beim Lotto, aber ich hatte rein rechnerisch schon größere Aussichten auf Erfolg und bekam letztlich eine Absage. Es wird also spannend. 🙃