Kategorie: Allgemein

Aktion Kleinverlage unterstützen

In meinem Beitrag vom 31. März habe ich bereits darüber geschrieben. Heute sind meine neuen Schätze endlich vollzählig.

Auch wenn der el Gato Verlag leider seine Tätigkeit eingestellt hat und nur noch seine Bestände abverkauft, freue ich mich, wenigstens dabei hilfreich zu sein. Area 3 finde ich besonders spannend. Das Computerspiel mit demselben Namen soll sich nämlich auch auf das reale Leben auswirken. Wenn ich den Klappentext richtig deute, mit verheerenden Folgen.

*seufz* Ich schaue zu meinem Stapel ungelesener Bücher hoch und habe keine Ahnung, wann ich dazu komme, dieses Buch zu lesen. Dabei finde ich das Thema recht aktuell. Auch wenn unsere Entscheidungen in einem Computerspiel sich nicht auf unser Leben auswirken, so tut es doch die Entscheidung, (übermäßig) zu spielen. Indem wir uns für eine fiktive Welt entscheiden, entscheiden wir uns gegen die reale Welt. Allerdings … Indem ich mich für das Lesen eines Buches entscheide, entscheide ich mich ebenfalls gegen die Realität. 😅

Geister der Vergangenheit hat mir ein paar graue Haare beschert. Ich hatte das Buch montags bestellt und in der Woche darauf dienstags noch kein Päckchen erhalten. Ich war total hibbelig, himmerhin geht es hier um einen neuen Schatz für mein Bücherregel. Zum Glück bin ich an der Tastatur überhaupt nicht schüchtern, habe den bissigen Verleger angeschrieben und nachgefragt, ob das Buch schon auf dem Weg ist. Gerade mit Corona, Kurzarbeit und Ostern vor der Tür wäre es ja möglich, dass sich hier etwas verzögert. Dabei stellte sich heraus, dass der fiese Online-Shop meine Bestellung zwar bestätigt, aber nicht an den Verlag weitergegeben hatte, damit er liefern kann. Heute kam das Buch also endlich an.

Diese Anthologie interessiert mich, weil sie sich mit unseren heimischen Geistern beschäftigt. Ich hatte die Ausschreibung dazu gesehen, war aber absolut uninspiriert. Umso mehr will ich die Kurzgeschichten lesen und die Geister, die ich selbst kaum kenne, kennenlernen. Ob ich mich gruseln werde? Mal sehen! Da die Anthologie für den Vincent Preis nominiert wurde, will ich sie als nächstes lesen. Ich will ja wissen, wieso die Kurzgeschichtensammlung preisverdächtig ist und gegebenenfalls abstimmen. 😉

Ostergeschenke

Na, wieder unterwegs? Mir ist es heute zu kalt. Ich gehe gleich nach Hause. Aber zuerst muss ich dir etwas erzählen. Ostern fiel zwar gefühlt aus, weil wir nicht zu meiner Schwiegermutter fahren und mit ihr feiern durften, aber zumindest die Ostergeschenke konnten wir austauschen.

Neben den üblichen Dingen wie Schokolade und Geldgeschenken schoss mein Mann den Vogel ab. Bisher arbeitete ich mit einer drahtlosen Tastatur, die ich von ihm geliehen hatte, weil er sie nicht mehr benutzte. Diese war relativ leise beim Anschlag, jedenfalls, wenn man nicht wie ein Bolzenschussgerät drauf einschlägt, wie ich es tue. Dummerweise reagierten ein paar Tasten nicht mehr so zuverlässig. Gerade das N bereitete mir da großen Kummer und ich musste immer tierisch aufpassen, keine Texte mit fehlenden Buchstaben abzuschicken. Die Alternative wäre eine neue Tastatur gewesen, idealerweise eine für Profis, aber die war mir bisher zu teuer bzw. ich zu geizig, weil ich mein Taschengeld wie ein Drache seinen Goldschatz hüte, um mir davon Bücher kaufen zu können. Du kannst es dir denken. An Ostern packte ich eine Tastatur aus. Nicht irgendeine. Eine Logitech K800, kabellos außer zum Laden des internen Akkus und mit beleuchteten Tasten, sodass ich nicht mehr nach den seltener genutzten Tasten suchen oder das Licht zum Tippen einschalten muss. Natürlich schafft auch sie es nicht, mein rabiates in die Tasten Gehaue in ein kaum hörbares Geklicke zu verwandeln, aber die Geräuschkulisse ist doch angenehmer. Auch das Tippen an sich macht viel mehr Spaß. Die Tasten haben einfach einen schönen Anschlag. Ich bin begeistert und freue mich schon auf den Abschluss meiner Planungsphase meines Weihnachtsprojekts, damit ich endlich richtig in die Tasten hauen kann.

Da hat mich mein Osterhase echt lieb bzw. ist ihm seine Ruhe auch wichtig. 😅

Ich schaff mich mal nach Hause. Mir ist kalt. Pass auf, dass du dich nicht erkältest. Davor kann dich auch der Fantasy-Wald nicht beschützen.

Frohe Ostern 2020

Guten Morgen! Auch auf einem Spaziergang durch den Fantasy-Wald? Ja, hier ist es immer ruhig und um einen Mindestabstand muss man sich auch nicht kümmern. Das Wetter ist ebenfalls fantastisch und überall blüht es oder sprießt das junge Grün. Einfach herrlich, vor allem, wenn man die meiste Zeit in den eigenen vier Wänden verbringt, um gesund zu bleiben. Hier kann man sich frei fühlen, wenn man die Lungen mit frischer Luft füllt. Es riecht nach Frühling und die Vögel singen völlig unbeschwert. Sie wissen nichts von Corona.

Vielleicht sollten wir es wie die Vögel halten und für ein paar Tage Corona vergessen. Nicht, dass wir uns mit unseren Familien und Freunden jetzt treffen und die Ansteckungsgefahr verdrängen, sondern dass wir uns ein paar schöne Tage machen. Gutes Essen und ein abwechslungsreicher Zeitvertreib kann man sich auch im engsten Kreis gönnen, notfalls auch allein, wenn man alleine wohnt. Möchtest du noch ein Bild fertigmalen? Oder dein aktuelles Bastelprojekt abschließen? Das nächste Level im Computerspiel erfolgreich absolvieren? Bei dem spannenden Buch endlich das Ende erfahren? Die geliebten Blumen umtopfen? (Ja, auch das kann entspannend wirken. 😉) Auch neue Hobbys kannst du für dich entdecken. Es gibt so viel, das du tun kannst, um diese freie Zeit doch noch zu genießen. Nutze diese Zeit. In einem Jahr liegt Corona hoffentlich hinter uns und dann muss aufgeholt werden, was während der Kurzarbeit oder sogar vorübergehenden Firmenschließung liegengeblieben ist. Dafür brauchst du die Kraft, die du jetzt hoffentlich tanken kannst.

Ich wünsche dir und deinen Lieben frohe Ostern. Bleibt gesund und – nochmal – nutzt die Zeit.

Kleinverlage unterstützen

Ich habe es schon vor drei Wochen auf Facebook zu einem geteilten Beitrag geschrieben: Die Verlage spüren deutlich die Folgen der ausgefallenen Leipziger Buchmesse. Damit meine ich die Verkäufe auf der Messe, die nicht stattfinden konnten, und die Auslagen für Standmiete, Werbematerial und Buchdrucke. Dabei hatten alle gehofft, dass nach dem unheilvollen Jahr 2019 es endlich wieder aufwärts ginge. Ich fasse nur kurz zusammen. 2019 ging KNV, einer der drei Buchgroßhändler, insolvent, sodass viele Verlage auf einen Großteil der Einnahmen durch das Weihnachtsgeschäft (vermutlich vergeblich) warten. Die großen Verlage hat das sicher auch wehgetan, aber sie verfügen über genügend Rücklagen. Für die Kleinverlage war das bitter. Libri, noch einer dieser drei Buchgroßhändler, hatte anschließend nichts Besseres zu tun, als verfügbare Titel scheinbar wahllos aus seinem Sortiment zu streichen. Wahllos deshalb, weil es auch Bücher mit gutem Absatz oder Bücher mitten aus einer Reihe trafen. Libri unterbreitete allerdings den Kleinverlagen den „selbstlosen“ Vorschlag, dass die aussortierten Bücher wieder gelistet würden, wenn sie zukünftig über die Druckerei BoD (von Libri!) die Bücher drucken ließen. Das betrifft natürlich nicht die bereits bei einer anderen Druckerei gedruckten Bücher. Das bedeutet, dass die Buchhandlungen, die über Libri ihr Sortiment beziehen, die Bücher erst einmal nicht sehen, diese also „nicht existieren“. Wenn man etwas als Kleinverlag dagegen tun will, muss dieser sehen, wie er seine bestehenden Auflagen verkauft, und neue Auflagen über BoD drucken lassen. Kein Kleinverlag hat für solche Spielereien Rücklagen, erst recht nicht nach der Pleite von KNV. Diese drei Punkte sind ein massiver Schlag für die Wirtschaftlichkeit der Kleinverlage. Erst vor knapp zwei Wochen erfuhr ich, dass der Verlag el Gato seine Tore schließt. Das finde ich unheimlich schade, da dieser Verlag gute Bücher im Angebot hatte.

Nun komme ich zum eigentlichen Kern dieses Posts. Vor einigen Wochen habe ich nämlich auch dazu aufgefordert, die Kleinverlage mit Buchkäufen zu unterstützen. Idealerweise durch Direktkäufe, weil dann kein Konzern wie Amazon den Gewinn drastisch schmälert. Amazon verdient aktuell sowieso durch Lebensmittel- und Drogerieartikelverkäufe. Es ist ganz leicht. Geh auf die Seiten der kleinen Verlage. Manche haben einen Onlineshop, andere musst du per Mail anschreiben. Du tust damit etwas Gutes. Alternativ kannst du zusätzlich die kleinen Buchhandlungen unterstützen, indem du bei ihnen bestellst. Viele haben mittlerweile die Möglichkeit, kontaktlos die Bücher abzuholen oder geliefert zu bekommen, eingerichtet.

Und da ich nicht nur predige, sondern als gutes Beispiel vorangehen will: Es hat knapp drei Wochen gedauert, bis ich die Muße dazu hatte, aber gestern habe ich ein Buch beim el Gato Verlag (Der verkauft noch die restlichen Bücher.) per Mail und ein Buch beim Verlag Torsten Low über dessen Onlineshop bestellt. Leider nur zwei Bücher insgesamt, weil damit mein monatliches Taschengeld bereits ausgereizt war und ich sowieso noch Unmengen ungelesener Bücher hier stehen habe. Aber immerhin zwei Bücher. Das ist besser als nichts und wenn jeder so denkt, kriegen wir die Kleinverlage, die abseits des schon mehrfach durchgekauten Mainstreams Geschichten verlegen, durch die Krise. Und das ist wichtig. Für die Leser, die eben nicht den xten Abklatsch von Harry Potter oder Twilight lesen wollen. Und für die Autoren, die in einem großen Verlag erst gar keine Chance haben. Weil diese nur wenige Programmslots für Neuautoren reservieren. Weil diese mit den Geschichten von Bestandsautoren und Geschichten aus Amerika ihr Geld verdienen. Weil das für die großen Verlage Sicherheit bedeutet.

Alles neu macht der …

*hust* … na ja, der April. 😅 Draußen scheint die Sonne und wegen Corona wird immer wieder dazu geraten, die Langeweile mit einem „schönen“ Frühjahrsputz zu vertreiben. Da ich meinen Haushalt komplett durchgeplant habe, brauche ich dort keinen Frühjahrsputz. Was liegt da näher, als meiner Homepage einen zu verpassen?

Es gibt schon länger ein paar Dinge, die mich stören. Keine Sorge, an der generellen Optik wird sich nichts ändern.

Die Leserückblicke fallen zum Beispiel der Aufräumarbeit zum Opfer. Ich will dich nicht einmal im Monat mit einem irre langen Text über zwei bis fünf Bücher erschlagen. Stattdessen wird es noch den Leserückblick für den März geben, ehe ich dir ab April berichte, sobald ich ein Buch ausgelesen habe.

Auch die Projektübersichten will ich auseinanderziehen. In meinem letzten Post gelangte ich einfach an das Anzeigelimit. Die Tabelle war nur wirklich lesbar, wenn man mit der Nase kurz vorm Bildschirm saß oder die Seitenansicht generell vergrößerte. Das ist weder für dich noch für mich bequem. Daher werde ich die Tabellenansicht für Kurzgeschichten und Nebenprojekte in einer gekürzten Version beibehalten und mir für die größeren Projekte etwas Tolles einfallen lassen, wie es übersichtlicher und hübscher angezeigt werden kann.

In diesem Zuge macht es natürlich keinen Sinn, sowohl die Ansicht für Kurzgeschichten und Nebenprojekte als auch die für die größeren Projekte stets zusammen zu posten. Meistens ist es doch so, dass ich mich gerade auf ein Projekt konzentriere. Ich bin der Meinung, dass du mehr davon hast, wenn ich dann auch nur von diesem Projekt berichte und durch kürzere Intervalle auch mehr auf die Besonderheiten eingehen kann. Zwischendurch wird es auch größere Statusmeldungen geben, die beides beinhalten, aber die werden wohl nur vorkommen, wenn gerade beide Projektbereiche betroffen sind und sich die Nachrichten überschlagen. In dem Fall möchte ich dich natürlich nicht warten lassen.

Außerdem gibt es auf der Welt eine Menge Zitate. Teilweise richtig gute, die die meisten nicht kennen. Zukünftig werde ich ab und zu eines auswählen, es vorstellen und meine Gedanken dazu mitteilen.

Zum Schluss will ich dich generell mehr an meinem Leben teilhaben lassen. Vermutlich wirst du da meistens Katzenvideos oder Hamsterbilder vorfinden, weil ich mit den Fellnasen die meiste Zeit zusammen verbringe. Wer mag das nicht? 😻 Lass dich überraschen.

Und nein, das ist kein Aprilscherz. 🤡

Corona, das Schreiben und ich – Teil 2

Meine schlimmsten Befürchtungen sind nicht eingetroffen. Zum Glück! Zwei Tage Home Office und das Diensthandy meines Mannes blieb erfreulich ruhig. Kein alarmähnliches, ständiges Geklingel. Herrliche Ruhe und eine konzentrierte Stimmung an unseren beiden Arbeitsplätzen. Da machte es mir gleich noch viel mehr Spaß, zu arbeiten. Obwohl ich nebenbei noch Chefsekretärin spielte, an beiden Tagen je drei 1,5l Kannen Tee kochte und heute sogar für einen Mittagssnack für meinen Mann sorgte, habe ich genauso lange an meinen Geschichten gearbeitet wie sonst auch. Ich habe allerdings das Gefühl, dass ich dabei produktiver war als sonst. Das ist prima. Es nimmt mir den Druck, der sich seit Anfang der Woche aufgebaut hatte, weil ebenso die Angst davor wuchs, kaum noch etwas zu schaffen, weil die Konzentration wegen der vielen Telefonate meines Mannes gegen Null gehen. Wie immer habe ich die Pferde unnötig scheu gemacht. Eigentlich müsste ich es besser wissen. Immerhin kenne ich meinen Hang dazu, alles zu überdramatisieren. Aber in diesem Fall war ich absolut machtlos gegen meine Weltuntergangsszenarien. Sie waren zu nah an mir dran.

Jetzt freue ich mich schon auf nächste Woche und die viele Arbeit, die ich bewältigen kann. Und ganz nebenbei sitze ich nicht alleine dabei herum, sondern es ist noch jemand da. Wir wechseln während der Arbeit zwar nur wenige Worte, wenn z. B. gerade etwas Neues über Corona in den Nachrichten kam, aber das ist doch eine ganz andere Arbeitssituation.

Corona, das Schreiben und ich

Seit Wochen hört man nichts anderes mehr. Corona hat die Welt fest im Griff. Nun auch meine eigene kleine Welt. Keine Sorge, es ist niemand krank. Im Moment sorge ich mich auch weniger darum, mir den Corona-Virus einzufangen. Ich habe meine sozialen Kontakte eingeschränkt und gehe nur vor die Tür, wenn es nötig ist. Aber meine psychische Gesundheit …

Mein Mann kam nämlich vorhin von der Arbeit – nebst PC, den beiden Monitoren etc. Er hatte es vorgestern schon angekündigt, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Ab morgen arbeitet er im Home Office. Er richtet sein provisorisches Büro mangels anderer Möglichkeiten gerade am Esstisch ein. Das bedeutet, dass wir ab sofort etwa fünf oder sechs Meter voneinander entfernt, nicht einmal durch eine Wand getrennt, arbeiten werden. Geht nicht anders, da sonst einer im Schlafzimmer arbeiten müsste.

Ich brauche beim Schreiben idealerweise absolute Ruhe oder passende Musik, bei der ich den Text nicht verstehe. Das Handy von meinem Mann klingelt selbst nach Feierabend noch oft munter-fröhlich vor sich hin. Umgekehrt lese ich mir beim Überarbeiten meine Texte vor. Da störe ich ihn also. Die nächsten Wochen werde ich um seinen Arbeitsplatz herumputzen müssen. Trotzdem werde ich ihn ab und zu mit dem Staubsauger stören. Bei dem kann ich nicht die Lautstärke drosseln. Wenn ich schon längst Feierabend mache und normalerweise lesen würde, werde ich mich oft genug nicht auf den Text konzentrieren können, weil er telefonieren muss.

Ich habe keine Ahnung, wohin diese Reise gehen wird. Wollen wir uns in zwei Wochen gegenseitig zerfleischen? Haben wir genug Geduld miteinander, dass wir am Ende sogar traurig sind, wenn er wieder in sein eigentliches Büro zurückzieht? Eines weiß ich genau. Ich bin doch froh, dass er vorerst nicht mit annähernd 150 Menschen täglich in Kontakt kommt. Die Risikominimierung einer Ansteckung ist es mir wert, meinen Lebensraum mit ihm auch tagsüber zu teilen. Nicht nur für mich, sondern auch für ihn. Es hat schließlich einen Grund, weshalb er mein Mann ist. Ich schieße ihn nur gerne ab und zu auf den Mond … Dort wäre er im Moment doch auch sehr gut aufgehoben! 😆

Lesung auf „Live statt Leipzig“ und eine Auspackfotostrecke

Gestern hatte ich meinen großen Soloauftritt auf Live statt Leipzig. Ich war furchtbar nervös, obwohl ich alles gut vorbereitet hatte.

Ich wusste, wo ich sitzen würde – in meinem Esszimmer, zuhause, wo ich mich wohl fühle. Ich hatte die Lichtverhältnisse ausgetüftelt, damit die eine Bildseite nicht völlig überbelichtet ist. Obwohl bei den Tests mein Microfon am Laptop funktionierte, hatte ich das Headset bereitliegen, um es blitzschnell einstecken zu können, sollte das Microfon doch wieder nicht mitspielen. Die Bücher, die ich vorstellen wollte, lagen griffbereit. Ich wusste, dass ich nicht an den Esstisch kommen durfte, weil sonst der Bildschirm mit der Kamera und somit das Bild wackeln würde. Ich hatte meinen Text prinzipiell in 14pt auf drei Seiten ausgedruckt, damit ich selbst dann weitermachen konnte, wenn ich einen totalen Blackout hätte. Mein Wasser stand in der Nähe, falls meine Stimme plötzlich Probleme machen sollte. Ich hatte die Ressourcen fressenden Programme geschlossen und den Laptop mit dem Router per Kabel verbunden, damit die Verbindung ganz sicher nicht gestört würde – zumindest nicht durch etwas, das ich hätte vermeiden können. Ich habe sogar die Helligkeit meines Bildschirms runtergeschraubt, damit man die Spiegelung nicht so extrem in meiner Brille sieht. Und ich habe meinen Text geübt und dabei die Zeit gestoppt, um textsicher zu werden und weder zu schnell noch zu langsam zu sein. Ich habe extra meinen Timer auf der Uhr auf neunzehn Minuten gestellt, damit ich noch eine Minute Luft habe, um schnell zum Ende zu kommen, sollte ich mich verquatschen.

Die Realität 😖 … Es ist peinlich, aber kurz bevor es losging, musste ich noch einmal schnell auf Toilette. Hände waschen im Schnelldurchlauf. Auf dem Handy verfolgte ich Anja Bagus, die vor mir ihr Programm durchzog und rasend schnell zum Ende kam. Mit nur ein paar Sekunden Verzögerung saß ich bereit und rief meinen Verleger über Skype an, damit er mich auf Twitch schalten kann. Ich hätte mir Zeit lassen können. Unsere Verlagsmitarbeiterin Julia sollte mich erst noch vorstellen. Ich hätte noch etwa fünf Minuten gehabt. Aber in solchen Momenten verfliegt jegliches Zeitgefühl. Deshalb bin ich lieber zu früh und muss warten, als wenn ich genau pünktlich dazukomme.

Es war auch nicht verkehrt. Das Mikrofon vom Laptop übertrug nur Rauschen. Also habe ich schnell das Headset eingestöpselt. Dafür war die übrige Zeit wirklich sinnvoll. Dadurch entging mir aber, was Julia alles über mich erzählte, weil ich zu dem Zeitpunkt die Twitch-App bereits auf lautlos gestellt hatte. Was sie da alles über mich ausgegraben hat! 🙈

Dann ging es endlich los. Ich war am Anfang furchtbar unsicher. In solchen Situationen neige ich dazu, schnell zu sprechen. Aber dann versteht man mich nicht bzw. es fällt schwer, mir zu folgen. Ich musste mich also bremsen. Dabei sollte ich idealerweise nicht meinen Text vergessen. Die Blätter waren ja nur dazu da, dass ich die Zitate bequem vorlesen konnte, und in der Reihenfolge nicht durcheinander zu kommen. Ich wollte so wenig wie möglich darauf schauen. Nach ungefähr fünf Minuten viel die Anspannung aber von mir. Ich hatte mich warmgeredet. Die Vorstellung von The U-Files – Die Einhorn Akten, The P-Files – Die Phönix Akten und The A-Files – Die Amazonen Akten verlief gut.

Irgendwann während meiner zwanzig Minuten fiel mir auf, dass ich vergessen hatte, den neunzehn-Minuten-Timer an meiner Uhr zu starten. Ich hatte keinen Plan, wie viel Zeit mir noch blieb. Ich musste nach Gefühl gehen und darauf hoffen, dass ich nicht doch zu schnell gesprochen hatte oder wider Erwarten zu langsam war. Ich habe wohl alles richtig gemacht. Am Ende blieben mir noch ein paar Minuten, um auch auf ein paar meiner anderen Veröffentlichungen einzugehen und Werbung für meine bald erscheinende Novelle (Ich mag diesen korrekten Begriff überhaupt nicht, weil man sowas gerne in der Schule als Schullektüre aufgebrummt bekommt. Die waren fast immer langweilig. Ich bevorzuge stattdessen das Wort Kurzroman.) zu machen.

Ich klickte in Skype auf Auflegen und hoffte, dass ich alles gut gemacht hatte. Mal davon abgesehen, dass Julia „nur“ eine Verlagsangestellte ist und ich sie zur Frau meines Verlegers erhoben hatte, sind mir bisher keine Klagen zu Ohren gekommen, wobei selbst das wohl eher mit Humor aufgenommen wurde. Ich betone es immer wieder gerne. Ich. Finde. Jedes. Fettnäpfchen. Auch im Dunkeln! 🙊

Anschließend musste ich zur Post. Der Briefträger hatte tags zuvor ausgerechnet die eine Stunde erwischt, in der ich nicht zuhause war, um ein Paket zu bringen. Endlich sind meine Schätze da! Ich wollte das Ereignis mit dir teilen. Deshalb habe ich Fotos vom Auspacken gemacht.

Absolut unspektakulär. Ein Paket, wow! Ja, aber eines kann ich sagen. Dieses unscheinbare Paket war echt schwer. Ich war froh, dass ich es sowohl von der Post zum Auto als auch vom Auto zum Esstisch nicht besonders weit hatte. Und! Es kam vom Machandel Verlag!!!

 

 

Das Klebeband ist durchtrennt und hervor kommt … Ganz viel Zeitung!
Die Ware soll schließlich wohlbehalten ankommen. Ich schaute trotzdem in dem Moment, als ich das ganze Altpapier sah, ziemlich dämlich aus der Wäsche. Damit hatte ich nicht gerechnet. 😅

 

Die Lage aus Zeitungspapier musste weg. Ich war ja so neugierig und ungeduldig! Zugleich musste ich vorsichtig sein, weil meine Verlegerin angekündigt hatte, Programmhefte dazuzulegen. Die wollte ich nicht kaputt machen. Hach, bei dem Anblick geht einem doch das Herz auf!

 

 

Ich musste die Lieferung einfach hübsch auf dem Tisch ausbreiten, damit du sehen kannst, was ich Tolles bekommen habe! Wer Elfen vertraut, ist selbst schuld und eines der Bücher Taxi mit Elfe gehören mir. Die beiden gehören ja zusammen und ich musste einfach Wer Elfen vertraut, ist selbst schuld auch haben. In Taxi mit Elfe bin ich mit einer Geschichte vertreten. Ich muss dir auch noch unbedingt die beiden Bücher vorstellen. Ich hatte bisher keine Zeit dazu und jetzt möchte ich sie natürlich gerne zuerst lesen, damit ich sie so richtig vorstellen kann. Aber eine kleine Vorstellung werde ich noch diesen Monat irgendwie reinquetschen. Die übrigen Bücher sind für den Verkauf gedacht und hier siehst du auch die Programmhefte und eine Menge toller Lesezeichen. Ich bin total verliebt!

Allein diese beiden Punkte haben meinen Tag gestern zu etwas Besonderem gemacht. Ich war anschließend auch noch sehr fleißig, obwohl ich nicht an meinen Geschichten gearbeitet habe. Ich bereite da etwas vor, zu dem ich schon bald ganz konkret informieren werde.

Leipziger Buchmesse 2020

Es ist amtlich! 😍 Heute um 9.52 Uhr erhielt ich von meinem Mann grünes Licht. Er bekommt für die LBM Urlaub. Um 10.26 Uhr war ich fertig mit dem Kauf der Tickets, dem Programmheft und dem Messe-Guide, wobei das auch nur so lange gedauert hat, weil ich vorher noch ein paar unangenehme Telefonate erledigen wollte.

Ich freue mich schon unheimlich und werde gleich bei allen Gruppen, bei denen ich Mitglied bin, verkünden, dass ich donnerstags bis samstags und ggf. auch noch sonntags am Vormittag da sein werde. Man muss die Gelegenheit nutzen, die Menschen, die man sonst nur online „sieht“, wenigstens einmal im Jahr real zu treffen. Dabei können neue Freundschaften entstehen oder Zusammenarbeiten für ein gemeinsames Projekt unter Dach und Fach gebracht werden und natürlich noch so viel mehr. Auf jeden Fall macht es Spaß. 😄

Vielleicht treffen wir uns dort ja auch? Du weißt ja, wie ich aussehe. Halte einfach Ausschau nach einem kleinen lila Flummi und ihrem riesigen Schrank von Manager. Letzteren wirst du vermutlich zuerst entdecken. Aber ich bin selten weit von ihm entfernt. Ich freue mich über einen kleinen Plausch und gebe auch gerne Autogramme. Ich beiße nicht, und wenn du sichergehen willst, kannst du dich gerne bei mir melden und wir vereinbaren einen Termin und einen Treffpunkt. Dann kann nichts schiefgehen. 😊

Frohe Weihnachten und ein frohes neues Jahr 2020!

2019 neigt sich dem Ende zu. Heute ist Heiligabend. Die Geschenke sind verpackt und ich freue mich auf die gemeinsame Zeit mit meiner Familie, Raclette und Fleisch auf dem heißen Stein. Dasselbe Prozedere wie jedes Jahr. 😉 Ich liebe es. Mehr brauche ich nicht. Alles Weitere würde verschleiern, worum es wirklich an Weihnachten geht. Nicht um die Geschenke, auch wenn die toll sind und ich gerne das passende Geschenk aussuche. Die Familie. Auch die Freunde. Sie sind die Menschen, die hinter uns stehen, uns stärken und unterstützen, wann immer wir sie brauchen. Ich bin dankbar für diese – wenigen – Menschen. Es müssen nicht viele sein. Ich will mich auch revanchieren können.

Und bald fängt ein neues Jahr an. 2020. Was für eine schöne Zahl. Da müssen doch schöne Ereignisse stattfinden. Ich habe jedenfalls einige Pläne, um es zu einem tollen Jahr für mich zu machen. Einige Kurzgeschichten-Ausschreibungen, an denen ich teilnehmen werde, aber auch einen Roman, den ich im kommenden Jahr verlagsfertig machen und einschicken will. Das wird aufregend!

Rückblickend habe ich auch sehr viel erreicht. Ein Kurzroman liegt beim Verlag und ich hoffe auf einen positiven Bescheid in den nächsten Monaten. Ich habe viele Kurzgeschichten geschrieben und warte bei einigen noch auf Rückmeldung. Eine kommt voraussichtlich im März heraus. Der Vertrag hierzu ist unterschrieben, also ist es nur eine Frage der Zeit. Auch die vielen Messen waren sagenhaft. Die Leipziger Buchmesse war der Wahnsinn. Eine solche Veranstaltung zu besuchen, ist ein großes Ereignis. Aber auch die FeenCon, die FaRK und der BuCon waren klasse, zumal ich ja auf letzterem gleich zwei Mal lesen durfte. Das war so genial!

Ich bin zufrieden, sowohl mit meinem Jahr 2019 als auch mit dem, was ich für 2020 erreichen will. Es kann nur ein tolles Jahr werden. Etwas Anderes werde ich nicht zulassen. Das habe ich mir in meinen Sturkopf gesetzt. 😄 Und ich wünsche jedem, der das hier liest, ebenfalls noch ein wunderschönes Rest-2019 und ein erfolgreiches Jahr 2020. Nehmt es in eure Hand, dieses Jahr zu eurem Jahr zu machen. Geht etwas mit positiven Gedanken an, das ihr schon viel zu lange vor euch herschiebt, weil ihr euch nicht rantraut. Das Ergebnis wird euch sicher überraschen. Alles Gute!