Und der nächste Leserückblick. Heute Der Gott der Rosen und der Dornen von Nana Chiu.
Darin geht es um Florine, die eine der vielen Wiedergeburten von Persephone ist. Dass Hades sie einst in die Unterwelt entführt und vergewaltigt hat – ein Mythos. Tatsächlich lieben sich die beiden, aber ihre Liebe soll nicht sein. Deshalb sind den beiden immer nur vier Monate in Persephones jeweiliger Wiedergeburt gegeben, um sich zu lieben und erneut zu verlieren.
Was für Florine schon schlimm ist, weil sie Hades liebt und natürlich nicht sterben will, ist für Hades die reinste Qual. Seit mehreren tausend Jahren sieht er regelmäßig seine große Liebe sterben. Das höhlt ihn aus und treibt ihn an den Rand des Wahnsinns. Allein diese Konflikte genügen für eine gute Geschichte. Aber wir dürfen die Götter im Olymp nicht vergessen. Mancher treibt ein doppeltes Spiel, mancher meint es gut mit den beiden. Die Frage ist, wem sie vertrauen können und wer im eigenen Interesse handelt. Dadurch empfand ich die Figuren bunt, lebendig und real. Sie hatten nichts mit den großen Göttern gemein, über die man in den alten Geschichten hört. Sie waren menschlich in ihrem Handeln und dadurch (be-)greifbar für mich.
In der Handlung kam ich als Leserin eher selten zur Ruhe. Ein Rückschlag folgte der nächsten Hiobsbotschaft. Das hielt die Spannung oben, sodass es mir schwerfiel, das Buch wegzulegen. Dazu passte auch der Schreibstil der Autorin, die die Geschichte mit hübschen Details würzte, die das Frauenherz höherschlagen lassen.
In gewisser Weise ist das Buch eine Liebesgeschichte, aber es hat auch viele Elemente, die ich dem Krimi zuordnen würde. Ich mochte das sehr, weswegen ich den Roman gerne weiterempfehle.
Es ist wieder Zeit für einen Leserückblick! Ich liebe es ja, über tolle Bücher zu berichten. Deshalb bin ich total froh, dass ich gerade so viele Bücher ausgelesen habe. Mit 72 Seiten ist diese Novelle aber auch schnell gelesen.
Unter normalen Umständen hätte ich das Buch wohl nie gelesen. Thriller finden eher selten meinen Geschmack. Nicht, dass ich sie nicht mag, aber ich bevorzuge andere Genres und wähle Thriller daher sehr kritisch aus. Außerdem sticht das weiße Cover nicht gerade hervor und ich gehöre nun einmal zu denen, die ein Buch nur dann in die Hand nehmen, wenn das Cover mich anspricht. Bei diesem Buch ist das Ohr eingestanzt. Ich strich beim Lesen ständig über die Silouette. Sowas gefällt mir durchaus. Aber das hätte nie gereicht, um mich darauf aufmerksam zu machen. Man hatte es mir mitgebracht, weswegen es auf meinem Stapel ungelesener Bücher landete.
Ich habe dieses Buch 2016 oder 2017 begonnen, zu lesen. Es ist eigentlich gar nicht so dick und natürlich gibt es viele Bilder, die verdeutlichen sollen, was die niedergeschriebene Theorie meint. Ich war damals in der falschen Verfassung, um mich mit der trockenen Theorie zu beschäftigen. Vielleicht hätte es geklappt, wenn die Erklärungen nicht so trocken gewesen wären. Deshalb lag das Buch eine ganze Weile herum, weil mich die ersten Seiten gelangweilt und abgeschreckt hatten.
Schreck lass nach, will die ein Baby? 😲
Schon wieder ein Herbstlande-Buch! 😅 Sie sind aber auch toll. Heute stelle ich von Fabienne Siegmund die Novelle Herbstfeuer vor.
Gerade läuft es Schlag auf Schlag. Heute stelle ich dir Die Sommerlande von Alessandra Reß aud dem Verlag Torsten Low vor. Aufgrund der 171 Seiten zähle ich das Buch zu den Kurzromanen. Es scheint durch die Herbstlande inspiriert, spielt aber in den Sommerlanden, also Juni, Juli und August.
Es folgt auch schon der nächste Leserückblick. Bei diesem schmalen, 117 Seiten umfassenden Bändchen von Anja Bagus fiel es mir leicht, die Geschichte zu verschlingen.
Wie cool ist das denn?! Dieses Jahr kann ich mich über gleich zwei Nominierungen für die Longlist des Skoutz-Awards freuen. Sowohl die Anthologie The D-Files: Die Drachen Akten vom Talawah Verlag als auch meine Novelle Hexenmeister Jakob Wolff – Die Teufelshand, die beim Leseratten Verlag erschienen ist, haben es auf die Longlist geschafft! Wahnsinn! Ok, bei der Anthologie überrascht es mich nicht. Es ist nicht das erste Mal und The A-Files: Die Amazonen Akten hatten die Kathegorie Anthologie letztes Jahr gerockt. Aber dass jemand meinen Erstling nominiert hat, ist für mich eine riesige Überraschung.
Jetzt ist es wichtig, zu wissen, wie es weitergeht. Am 25. April wird die Midlist verkündet, auf der die Favoriten des jeweils zuständigen Jurors stehen. Ist ja nicht mehr so lange hin bis dahin. Mir stellt sich natürlich die Frage, ob es für die Midlist reicht. An der Drachenanthologie zweifle ich nicht. Die muss es auf die Midlist schaffen. Aber an meinem Erstling zweifle ich. Es muss mit dem Buch Hexenmeister Jakob Wolff – Düsteres London meiner Kollegin Regine D. Ritter und vielen anderen tollen Büchern konkurrieren. Ich hoffe das Beste, aber auf jeden Fall soll ein Hexenmeister Jakob Wolff-Buch es auf die Midlist schaffen. Drück also bitte die Daumen!
Gestern las ich den Mittelalterkrimi von Richard Dübell fertig. Auf 469 Seiten habe ich den landshuter Kaufmann Peter Bernward bei der Suche nach dem Mörder einer polnischen Prinzessin begleitet und die altertümliche Sprache genossen. Nach heutigem Stand hätte ein Lektor einiges zu arbeiten gehabt, aber in den 90er Jahren, als das Buch erschien, war es wohl auf dem neuesten Stand.