Verena Jung

Bunnies

Hallo, schön dich zu treffen! Heute habe ich mehr Zeit. Ich habe mein Soll für den NaNoWriMo für heute erfüllt. Es war anstrengend, aber umso mehr habe ich meinen Spaziergang durch diesen wundervollen Fantasy-Wald verdient.

Schau mal! Siehst du das Kaninchen? Dort unter dem Busch. Ja, das rosafarbene. Wie niedlich. Es verfolgt mich seit letzten Mittwoch. Genau, seit dem ersten Tag des NaNoWriMos. Es ist, wie du dir schon denken kannst, kein normales Kaninchen. Es ist ein Bunny. Eine neue Idee für eine Geschichte. In diesem Fall sogar eine, die groß genug für einen Roman sein könnte. Diese Bunnies sind relativ selten, aber sie kommen oft heraus, wenn wir Autoren gerade so gar keine Zeit für sie haben. Eben dann, wenn wir mitten in einem Projekt stehen. Sie setzen sich vor ihren ausgewählten Autor und winken mit ihren Löffeln, signalisieren, dass sie eine außergewöhnliche Idee im Gepäck haben, die der Autor unbedingt sofort schreiben muss. Diese Idee erscheint so frisch, interessant und verführerisch, sodass es den Autoren sehr schwerfällt, ihnen zu widerstehen. Mein Bunny winkte mir auch mit einer tollen Idee, aber ich kenne diese kleinen Flauschebiester schon. Ich habe mir Notizen zu dem gemacht, was das Bunny mir zugeflüstert hat, sodass ich die Geschichte zu einem späteren Zeitpunkt schreiben kann. Das ist die einzige Möglichkeit, um mit diesen Bunnies fertigzuwerden.

Ich bin gespannt, ob mein Bunny noch weitere Freunde mitbringt. Der November ist noch jung, gerade erst eine Woche alt, und gerade während des NaNoWriMos häufen sich die Bunnysichtungen unter den Autoren. Sie können sich hier im Fantasy-Wald sammeln. Hier ist es ideal für sie. Wo sonst könnten sich rosa Flauschebiester wohlfühlen?

Erste Zwischenbilanz

Hallo! Ja, ich weiß, es ist dunkel. Aber was sollen wir machen? Es ist Herbst und die verdammt realen Uhren wurden mal wieder verdreht. Ich bin auch nur kurz hier, um mich von der Woche zu erholen. Ich habe viel Arbeit hinter mir und ich bin stolz auf das Erreichte.

Ich habe dir bereits erzählt, dass der NaNoWriMo gut angefangen hat. Hier folgt nun eine kleine Statistik für diese Woche:

  1. November 2017: geschrieben 3.542 Worte, Umfang des Manuskripts 3.542 Worte
  2. November 2017: geschrieben 3.718 Worte, Umfang des Manuskripts 7.260 Worte
  3. November 2017: geschrieben 3.761 Worte, Umfang des Manuskripts 11.021 Worte
  4. November 2017: geschrieben 1.171 Worte, Umfang des Manuskripts 12.192 Worte
  5. November 2017: geschrieben 4.807 Worte, Umfang des Manuskripts 16.999 Worte

Ich bin unsicher, ob mein Autorenprogramm die Kapitelzahlen als Worte mitzählt oder nicht. Entsprechend könnten es auch vier Worte weniger sein, aber das vernachlässige ich an diesem Punkt des NaNoWriMos einfach mal.

Wie du siehst, habe ich am Samstag etwas geschwächelt. Da hat mich das reale Leben eingeholt und forderte fast meine komplette Aufmerksamkeit. Frühstücken mit der Familie, einkaufen, einen Geburtstag feiern – Stress pur, aber es war eine schöne Abwechslung. Zudem stieß ich genau da auf ein Kapitel, das ich komplett neuschreiben musste. Das hielt mich auf. Umso stärker habe ich heute in die Tasten gehauen, das Kapitel abgeschlossen und ein weiteres überarbeitet. Das hat sich gelohnt. Ich müsste laut meinem selbstgewählten Ziel erst 12.500 Worte haben, bin meinem Vorhaben also um 4.499 Worte voraus. Das ist einfach prima. Je weiter ich bin, umso mehr Zeit habe ich für die Stellen, die neugeschrieben werden müssen. Das werde ich noch brauchen, wenn ich den NaNoWriMo erfolgreich abschließen will.

Na dann, ich verlasse dich jetzt. Ich will noch einiges für den morgigen Tag vorbereiten.

Der erste NaNoWriMo-Tag

Hallo! Möchtest du mich ein Stück begleiten? Ich will ein wenig spazieren, bevor ich mich an die Arbeit setze. Der Morgen ist so wunderschön im Fantasy-Wald. Die Sonne glitzert in den Tautropfen und die Spinnweben gleichen Perlenschnüren.

Ich brauche diese kurze Ruhe. Der erste NaNoWriMo-Tag ist vorbei und was soll ich sagen? Die Motivation ist groß. Auch wenn der Anfang meines Projektes es mir leichtmacht, so habe ich nicht damit gerechnet, am ersten Tag einen solchen Sprung zu machen. Mein Ziel von 75.000 Worten in dreißig Tagen erfordert, dass ich täglich 2.500 Worte schreibe. Gestern waren es gleich 3.542 Worte. Über 1.000 Worte Puffer, die ich gut gebrauchen kann, wenn es an einem Tag zeitlich mal nicht so klappt oder ich an einer kniffligen Stelle hänge.

Jetzt muss ich weiter. Danke, dass du mitgekommen bist. Wir sehen uns sicher bald wieder.

NaNoWriMo

Oh, hallo. Also, eigentlich habe ich heute keine Zeit zum Plauschen. Mir ist gerade klargeworden, dass der November bevorsteht. Nur noch drei Tage! Was? Was am November so besonders ist? Na gut, ich werde es dir schnell erzählen.

Die dreißig Tage sind für jeden angehenden Autor wichtig. Tausende Autoren fangen am 01. November ein Projekt an, an dessen Ziel das Erreichen von 50.000 Worten steht. Dabei ist es egal, ob man eine komplett neue Geschichte beginnt oder an einer begonnenen Geschichte weiterschreibt. Es ist ein Motivator, anzufangen und fertig zu werden, in dem Wissen, dass man nicht alleine ist.

Wieso ich jetzt so aufgeregt bin und unter Zeitdruck stehe? Ist doch klar! Ich will wieder dabei sein. Ich habe ein für meine Verhältnisse großes Projekt. Zwei Geschichten, die jeweils etwa 50.000 Worte umfassen und die ich zu einer großen Geschichte zusammenweben will. Ich werde sie sicher nicht in den dreißig Tagen fertigstellen können. Aber ich will wenigstens den Anfang gemacht haben.

Ich muss dann weiter, alles vorbereiten für den 01. November. Wir sehen uns, wenn ich eine Pause brauche und einen Spaziergang im Fantasy-Wald unternehme!

Wie alles begann …

Hallo, schön dich wiederzusehen! Heute hängt der Nebel tief in den Baumkronen, aber es ist trocken. Ein schönes Wetter zum Schreiben. Was mich zu einer kleinen Geschichte bringt.

Bei mir fing es mit dem Schreiben ganz klischeehaft an. Sobald ich einigermaßen schreiben konnte, saß ich auf meinem Bett und kritzelte in ein winziges Büchlein Geschichten. Nicht gerade einfallsreiche und auch oft Nacherzählungen, aber der Ehrgeiz war schon im Grundschulalter groß, richtig dicke Romane zu veröffentlichen und am besten noch jüngste Autorin der Welt zu werden. Als Kind hat man noch große Träume. Ich startete viele Versuche, besaß aber nicht das Durchhaltevermögen. Erst mit Anfang 20 beendete ich innerhalb einiger Monate meinen ersten – zugegeben furchtbar schlechten – Roman. Was soll’s? Jeder fängt klein an und aus Fehlern lernt man. Der Reiz war geweckt, mich weiterzubilden, und ich lernte etwa zehn Jahre, übte an Kurzgeschichten und schrieb zwei Kurzromane.

Ich befinde mich noch ganz am Anfang meiner Autorenkarriere, aber nun beginnt sie interessant zu werden. Wieso? Das erzähle ich dir nächstes Mal. Ich muss nach Hause. Es wird dunkel.