Kategorie: Allgemein

Zitat der Woche (KW23/2021)

Dieses Zitat hat mir auf Anhieb gefallen, weil es mir genauso geht. Ich beschenke gerne meine Mitmenschen und bin stets voller Vorfreude auf den Moment, wenn sie ihr Geschenk sehen. Die Freude in den Augen ist oft kostbarer als der Gegenstand. Nun ja, es ist bekannt, dass kleine Geschenke, die mit Liebe ausgesucht wurden, oft mehr bewirken, als ein teures, bei dem man nur den Wert im Auge hatte.

Schön finde ich, dass man das schon im 17. Jahrhundert wusste und bis heute nicht vergessen hat. Ausnahmen ignoriere ich mal dezent. Die gibt es immer.

MarburgCon 2021

Lange habe ich mich davor gedrückt, online an einer Messe aktiv teilzunehmen, nachdem ich im März 2020 meinen einzigen Onlineauftritt auf Twitch zur LBM hatte. Vor allem, dass die meisten Aktivitäten über Discord laufen, hat mich abgeschreckt. Ich habe eine unbegründete Abneigung gegen dieses Programm. Vor einer Woche erhielt ich jedoch die Info von meinem Verleger, dass der Leseratten Verlag samstags um 14 Uhr ein Panel für die Reihe Hexenmeister Jakob Wolff hätte. Da wollte ich doch gerne dabei sein, wenn auch nur als Zuschauerin. Regine D. Ritter hatte bereits zugesagt, als Autorin teilzunehmen, sodass ich mich nicht verpflichtet sah, das Internet mit meiner optischen und akustischen Präsenz zu beglücken. Ich installierte also Discord und war frühzeitig online, um vorher schon ein wenig mit meinem Verleger und Torsten Low vom Verlag Torsten Low zu quatschen, sollten sie Zeit haben.

Da erfuhr ich, dass meine Kollegin aus privaten Gründen hatte absagen müssen. Das fand ich unheimlich schade. Ich hatte mich darauf gefreut, mehr über die Hintergründe ihres Kurzromans zu hören. Aber wie praktisch war das doch für meinen Verlag, dass da noch eine Autorin anwesend war, die kurzfristig einspringen konnte. Ich kam also zu dem Panel wie die Jungfrau zum Kind, nur mit der beruhigend gemeinten Aussage bestückt, dass wir nicht lesen und nur locker über die Reihe reden werden. Na gut, besser hätte es nicht sein können. Hätte ich früher von meinem Glück gewusst, wäre ich vor Nervosität schon am Tag zuvor zugrunde gegangen. So hatte ich gar keine Zeit dazu, weil ich keine halbe Stunde später im Stream saß und tapfer lächelte. Erst als ich merkte, dass mein Verleger jetzt wohl bald auf meinen Kurzroman und mich zu sprechen kommen würde, flatterte die Angst in meinem Bauch und raubte mir den Atem.

Letztlich ging alles gut. Ich habe mich, soweit ich das heute Morgen in der Aufzeichnung erkennen konnte, weder verhaspelt noch hatte ich Probleme, im Hochdeutschen zu bleiben. Ich habe die Fragen anständig beantwortet und auch bei der fiesen Doppelfrage nicht vergessen, auf beide einzugehen. Mein Verleger hat auch angekündigt, dass die ersten beiden Teile der Reihe baldmöglichst als Heftromane erscheinen sollen. Wenn die sich gut verkaufen, werden auch die übrigen Kurzromane gedruckt. Ich hoffe wirklich sehr, dass das klappt, denn es gibt schon ein paar Leute in meinem Bekanntenkreis, die gerne ein Autogramm von mir auf ihrer Geschichte hätten und das Buch in ihr Regal stellen wollen, um es ihren Freunden stolz mit dem Satz „Die Autorin kenne ich persönlich“ zu präsentieren. Das funktioniert auf dem Reader natürlich nicht.

Anschließend gingen wir zum gemütlichen Teil über, also wirklich einfach am Stand „stehen“ und quatschen. Es gab Catcontent mit meinem Kater Ghizmo, der ihn überwiegend verschlafen hat, ein großes Lob von Torsten Low (Er will meinen Kurzroman! Signiert! Also, sobald es ihn als Heftroman gibt.) und einfach ein wenig Familiengefühl, wenn auch nicht ganz so stark wie sonst, wenn wir uns vor Ort sehen und drücken können.

Es war schon toll, obwohl eine Onlinemesse mit einer real stattfindenden natürlich nicht mithalten kann. Ich habe aber auch gemerkt, dass mich die fünf Stunden, in denen ich online war, ziemlich geschlaucht haben. Da ist eine richtige Messe einfach gechillter. Wenn  mir die Füße wehtun, setze ich mich in eine Lesung und lerne womöglich einen mir noch unbekannten, aber tollen Autoren kennen. Zwischen den einzelnen Ständen sind meistens ein paar Meter Wegstrecke, die ich zurücklegen muss, sodass ich zwischen den Gesprächen ein paar Sekunden Luft habe, um ein wenig von der Euphorie abzubauen und das letzte Gespräch zu verarbeiten. Eine reale Messe ist einfach etwas gestreckter, nicht so geballt wie eine Onlinemesse. Der einzige Nachteil sind die Anreise-,  Übernachtungs- und Verpflegungskosten. Aber mit zwei bis drei tollen Buchmessen/Cons direkt vor der Haustür habe ich es noch echt gut getroffen.

Hexenmeister Jakob Wolff – Die Teufelshand – Rezensionen Teil 8

Heute komme ich zur achten Rezension für mein Buch. Falls du noch unsicher bist, ob mein Buch deinen Geschmack trifft, helfen dir vielleicht diese Rezensionen bei der Entscheidung.

Die heutige Rezension stammt von SteffiGluecklederer.

Dies ist mein dritten Band aus der Reihe um den Hexenmeister Jakob Wolff. Die Bände sind nicht chronologisch Dieser spielt im Jahr 1799. Durch den Prolog kommt man aber auch als Neueinsteiger ohne Probleme hinein. Diesmal bittet ein Arzt Jakob um Hilfe, aber Jakob ahnt nicht, um welchen aufsehenerrgenden Patienten es sich dabei handelt. Außerdem hat Jakob noch das Problem der Umsterblichkeit. Die Zeit ist fast herum, dass er ein neues Opfer finde muss, um weiterleben zu können. Hier wird auch der moralische Aspekt seines Dilemmas erläutert. Jakob sucht verzweifelt nach einer Lösung. Auch diese Band hat mich sehr begeistert. Die Reihe an sich ist sehr interessant, aber durch verschiedenen Gast-Autoren wird das Gesamtbild der Reihe noch mal komplexer. Auch der historische Hintergrund ist immer sehr detailliert beschrieben und der Schreibstil sehr gut. Ich hatte viel Freude beim Lesen und freue mich auf den nächsten Band.

Steffi spricht hier die Besonderheit der Reihe an. Dass die Bücher nicht von derselben Feder stammen, sondern dass jeder interessierte Autor Teil der Reihe sein darf, sorgt für Abwechslung beim Schreibstil und für viele unterschiedliche Ideen. Deshalb ist für fast jeden Leser etwas dabei. Ich bin stolz, Teil der Autorengruppe zu sein, die an dieser Reihe arbeitet. Aktuell bin ich mit anderen Projekten ausgelastet, aber ich habe bereits ein paar Ideen für weitere Bände gesammelt. Irgendwann gibt es hoffentlich ein weiteres Buch aus der Reihe um den Hexenmeister Jakob Wolff von mir.

Vincent Preis 2020

Im Januar habe ich berichtet, dass In Samhains Schatten in der Kathegorie Beste Anthologien und meine darin enthaltene Geschichte Der Kürbisgeist für die Beste Kurzgeschichte für den Vincent Preis nominiert sind. Seitdem aktualisiere ich immer wieder die Homepage der Veranstalter, um mich auf dem Laufenden zu halten. Am 31. März kam es zu diesem Beitrag. Hmmm. Mysteriös. Der Preis soll dieses Mal nicht vergeben werden, weil die Siegerin nicht erreicht werden kann? Sollten es nicht mehrere Sieger geben? Ich bin verwirrt. Verwechsle ich da etwas? Ist es ein Aprilscherz, der bisher nicht aufgelöst wurde? Ist das ernst gemeint? Ich behalte die Angelegenheit im Auge, aber vielleicht weißt du ja, was genau los ist bzw. wo mein Denkfehler ist. Für eine Aufklärung wäre ich definitiv dankbar.

Tod des Helden

Letzte Woche erlebte ich eine Überraschung. Der Briefträger klingelte und übergab mir drei Päckchen. Zwei waren geplant, wenn ich auch gehofft hatte, dass Amazon die beiden Artikel zusammen schicken würde. Beim dritten überlegte ich, was mein Mann bestellt haben könnte, ohne mich zu informieren. Ich bin gerne vorgewarnt, wenn Pakete kommen sollen, damit ich möglichst zuhause bin, wenn der Briefträger kommt.

Ich sichtete die Adressaufkleber und stellte fest, dass alle drei Päckchen für mich waren. Auf einem prangte sogar der Stempel eines Verlags. Verwirrt wie ich bin, fing ich zu überlegen an, welche Geschichte jetzt so weit sein könnte, dass ich mein Autorenexemplar bekomme. Mir fiel nur In Samhains Schatten ein, das längst in meiner Vitrine steht. Da half nur nachsehen.

Ich öffnete das Paket und da sprangen mich meine beiden Exemplare von Tod des Helden entgegen. Die Anthologie hatte ich schon total vergessen. Na ja, bei mittlerweile zwölf veröffentlichten Kurzgeschichten plus denen, die in unterschiedlichen Stadien der Veröffentlichung sind, verlieren Leute wie ich den Überblick. Ist ja nicht so, als würde ich jeden Tag mit meinen Veröffentlichungen angeben. Wirklich nicht. Ich weiß die aktuelle Zahl nur, weil ich vor ein paar Tagen nachgezählt habe. Müsste ich die Titel der Anthologien aufzählen, würde ich mindestens auf ein oder zwei nicht kommen. Bei den Titeln meiner Geschichten würde ich völlig verlieren. Da sieht man mal, wie gut es mir gelingt, auf dem Teppich zu bleiben. 😅

Leserückblick: The D-Files: Die Drachen Akten

Endlich konnte ich auch die Ende Oktober begonnene Anthologie The D-Files: Die Drachen Akten beenden, die letzten Sommer im Talawah Verlag erschienen ist. Mit über 480 Seiten, wenn man die Autorenvorstellungen mitzählt, ist das Buch aber auch ein echter Wälzer. Der Name ist Programm. In 34 Kurzgeschichten dreht es sich ausschließlich um Drachen – egal ob groß, klein, nett oder böse, sie sind alle vertreten.

Auf die Ausschreibung hin erhielt der Verlag über 700 Kurzgeschichten. Daraus eine bunte Mischung zu erstellen, die sich nicht wiederholt, dürfte sich relativ einfach gestaltet haben. Ich bin mit der Wahl sehr zufrieden. Dabei möchte ich die Geschichte Gargouille von Jessie Weber als eine meiner Lieblinge nennen. Sie besitzt ein Gespür, reale Ereignisse in ihre Geschichten zu weben (Da ist der Name auch Programm. 😄) und eine Erklärung dafür zu liefern, die phantastisch ist. Auch Jörg Fuchs Alameda hat es wieder einmal geschafft und mit Winterbrüder und Drachentöter eine ergreifende Geschichte um Freundschaft, Vertrauen und Zusammenhalt geschrieben, die man einfach lieben muss. Das sind nur zwei der einfallsreichen Geschichten, die zum Schmunzeln, Mitfiebern und vielem mehr einladen.

Die einzelnen Schreibstile der Autoren empfand ich als angenehm zu lesen und es kam keine Langeweile auf. Kein Drache glich dem anderen.

Es hat Spaß gemacht, die vielen Drachen kennenzulernen. Dass ich nicht schon früher mit dem Buch fertig war, liegt an meinem katastrophalen Zeitmanagement, nicht an der Qualität der Anthologie. Ich empfehle sie guten Gewissens weiter und natürlich musst du unbedingt meine Geschichte Die Magie des Neujahrsfestes lesen, wenn du es noch nicht getan hast. 😉

Vincent Preis – Es wird wieder gruselig

Der Vincent Preis 👻 startet mit der Nominierungsrunde! Welcher ist der gruseligste Roman? Wie heißt die beste Kurzgeschichte? Welche Anthologie hat am meisten überzeugt? Hier hast du die Chance, bis zum 06. März 2021 deine Favoriten aus den Genres Horror und unheimliche Phantastik, Mystery, Psycho Thriller und ähnliches über das Formular auf der Seite des Vincent Preises zu melden.

Ich möchte dich ganz uneigennützig (🙈 🙉 🙊) an die Anthologie In Samhains Schatten 🎃 erinnern, die letztes Jahr erschien und teilnahmeberechtigt ist. Wäre es nicht toll, wenn ein Buch gewinnen würde, das sich mit dem gruseligsten Fest des Jahres befasst? Oder, ich hebe mal total ab: Ich fände es genial, wenn meine Geschichte Der Kürbisgeist nominiert würde. Bisher hatte ich dieses Glück noch nicht, aber ich wüsste gerne, wie es sich anfühlt, eine Auszeichnung zu gewinnen. Bis auf die Urkunde aus der Grundschule, dass ich sehr gut vorlesen kann, habe ich bisher nichts derartiges gewonnen und an diese Begebenheit erinnere ich mich nicht einmal. Es liegt einfach eine Urkunde bei meinem Zeugnis der ersten Klasse.

Wenn du Bücher aus den oben genannten Genres, die 2020 erschienen sind, gelesen und gemocht hast, bitte ich dich, bei der Nominierung teilzunehmen. Je mehr Leute mitmachen, umso mehr Bücher schaffen es hoffentlich auf die Liste, sodass ein großes Spektrum abgedeckt wird. Ich fände Vielseitigkeit super – egal wie gerne ich meine Geschichte oder In Samhains Schatten darauf sehen möchte.

Leserunde mit dem Hexenmeister Jakob Wolff

Achtung! Zur Erinnerung: Pünktlich am 03. Januar 2020 um 24 Uhr endet die Bewerbungsrunde auf Lovelybooks, bei der du ein Exemplar meines Buchs Hexenmeister Jakob Wolff – Die Teufelshand gewinnen kannst. Spring noch schnell in den Lostopf und sei bei einer wundersamen Leserunde dabei. Ich werde auf deine Fragen eingehen und dir Hintergrundwissen zur Entstehung der Geschichte bzw. der damaligen Zeit mitgeben.

Vorsätze 2021

Ich sitze hier mit einer Tasse Tee und schaue auf 2021. Ein frisches Jahr, wenn 2020 auch seine Schatten darauf wirft, aber es ist noch unschuldig. So viel Zeit, die ich nutzen kann und will. Dazu gehören doch auch Vorsätze, nicht wahr? Nö! Ich handhabe es anders. Ich mache Pläne. Dafür sind meine Ziele aber auch ideal, da ich mir den Jahresanfang nicht mit Dingen wie abnehmen, gesünder essen, mehr Sport treiben etc. verderbe. Das sind keine Jahres- sondern Lebensziele. Deshalb plane ich, was mir Spaß macht.

  1. Ich will Drachenherz fertig überarbeiten und bei den Verlagen einreichen. Das sollte machbar sein, da ich bereits knapp die Hälfte des Manuskripsts überarbeitet habe. Das muss in diesem Jahr einfach klappen.
  2. Anschließend will ich mit der Überarbeitung des nächsten Romans beginnen. Da kommt es darauf an, was die Zeit bringt. Nimmt Piper meinen Weihnachtsroman? Dann werde ich diesen noch 2021 fertig überarbeiten müssen. Wenn nicht, werde ich einen älteren Roman überarbeiten. In dem Fall rechne ich jedoch damit, dass die Überarbeitung bis 2022 dauern könnte.
  3. Mein Weihnachtsprojekt soll auf jeden Fall als Rohfassung fertig werden.
  4. Ich habe einige Ideen für mehrere Hexenmeister Jakob Wolff-Geschichten. Eine reizt mich aktuell am meisten. Die würde ich gerne planen und mit dem Verlag besprechen. Wenn die Idee begeistert, hätte ich schon das nächste Projekt, das ich dieses Jahr schreiben möchte. Keine Ahnung, ob ich es auch 2021 beenden kann. Je weiter ich in das Jahr hineinplane, umso schwammiger wird es, weil ich nicht weiß, was die Zukunft bringt.
  5. Ich muss noch meine Kurzgeschichten für The S-Files: Die Succubus Akten fertigmachen. Ich habe dafür nur noch bis 31. Januar 2021 Zeit. Genug, um das zu schaffen, aber da wird es mit Drachenherz und dem Weihnachtsprojekt eng, wenn ich auch daran weiterarbeiten will, um in den Geschichten zu bleiben.
  6. Ich habe da noch ein paar Pläne, die unausgegoren bzw. noch nicht sicher sind. Das sind meine Geheimprojekte, über die ich hier noch nicht sprechen will. Jeder braucht seine kleinen Geheimnisse, wobei ich sie verkünden will, wenn die Zeit reif ist. Ich würde mich unheimlich freuen, wenn ich diese Pläne umsetzen könnte. Mal sehen, was 2021 in dieser Hinsicht für mich bereit hält. Allerdings kann ich jetzt schon sagen, dass diese Pläne so zeitintensiv sind, dass sie alle aufgeführten Pläne verzögern können. Ich bin eine Spezialistin. Ich schaffe es, dass meine eigenen Pläne sich im Weg stehen können. 😅

2021 wird definitiv spannend für mich und ich freue mich darauf, meine Pläne umzusetzen.

Jahresrückblick 2020

Ich schätze, wir sind uns einig. Das Jahr 2020 wird uns nicht fehlen. Dafür die vielen verpassten Chancen, weil Corona uns in die Quere kam.

Ich darf mich glücklich schätzen. Der engere Kreis meiner Familie und ich sind bisher gut weggekommen. Keiner ist krank geworden oder hatte Kontakt zu einem Erkrankten, sodass er in Quarantäne gemusst hätte. Natürlich gehen mir die Auflagen auf die Nerven, aber sie tun mir nicht weh und sind vielleicht auch dafür verantwortlich, dass ich bisher gesund geblieben bin. Also nehme ich sie in Kauf und dank Internet und Streamingdiensten wird es nicht einmal nach „Feierabend“ langweilig oder einsam. Es ist nur ungewohnt.

Die Messen, die ich besuchen wollte, sind leider alle Corona zum Opfer gefallen. Sie fanden online statt. Dort habe ich sie zwar verfolgt, soweit es meine Zeit im normalen Alltag zuließ, aber das war doch etwas völlig anderes als eine Veranstaltung vor Ort. Das finde ich unheimlich schade, denn ich hatte mich schon sehr auf die vielen bekannten Gesichter gefreut. So müssen wir alle auf das nächste Zusammentreffen warten und darauf hoffen, dass niemand nach Corona in der Runde fehlt. Das macht mir große Sorgen und ich versuche, nicht daran zu denken.

Der Zusammenhalt in diesem Jahr war der Wahnsinn. Corona hat für ein Umdenken bei manchen Menschen gesorgt. Wir versuchen, unsere geliebten Verlage und Autoren durch Bücherkäufe zu unterstützen, damit sie die Krise überstehen und weitermachen können mit dem, was wir an ihnen so sehr lieben – Bücher zu produzieren. Das verlangt mir großen Respekt ab und ich bin dankbar für jede kleine Unterstützung, die im vergangenen Jahr an diese Menschen ging.

Insgesamt habe ich vierzehn Kurzgeschichten geschrieben. Sechs hängen noch aus 2019 in meiner Übersicht, weil die Auswertung länger dauerte. Von diesen insgesamt zwanzig Geschichten bekam ich vier Zusagen und neun Absagen. Bei sieben Kurzgeschichten steht die Entscheidung noch aus. Dieses Jahr erschienen drei meiner Kurzgeschichten und zwei kommen voraussichtlich 2021 heraus. Ganz besonders habe ich mich über die Veröffentlichung meines ersten Buchs freuen dürfen. Das ist total genial! Mein Traum, den ich mindestens seit dem siebten Lebensjahr träume, hat endlich begonnen, sich zu erfüllen. Beim Piper-Wettbewerb im Sommer hatte es nicht mit einem Vertrag geklappt, aber im Januar endet die Frist zur Piper-Ausschreibung und ich habe auch noch weitere Möglichkeiten angestrebt, damit bald das nächste Buch von mir veröffentlicht werden kann. Mal sehen, was 2021 da noch so bringt. Anfang des Jahres beendete ich eine Dystopie und ich stehe bei der Überarbeitung von Drachenherz ungefähr in der Mitte. Außerdem habe ich meinen Weihnachtsroman geplant und im Dezember mit dem Schreiben begonnen, um ihn bei der Piper-Ausschreibung einzureichen.

2020 war kein tolles Jahr, aber es ist genug Gutes passiert, um trotzdem zufrieden zu sein. Zumindest geht es mir so. Ich hoffe, dass es möglichst vielen Menschen genauso wie mir geht, aber meine Gedanken sind auch bei denen, die einen geliebten Verwandten oder Freund verloren haben – egal, ob durch Corona oder einen anderen Umstand. Ich kann mein Bedauern nicht ausdrücken, aber ich wünsche jedem, dass der Schmerz bald erträglicher wird und das Leben wieder Farbe gewinnt. Die Toten bleiben unvergessen, aber ihnen ist nicht geholfen, wenn wir in unserer Trauer ertrinken.

Dies ist mein voraussichtlich letzter Eintrag für dieses Jahr. Ich wünsche dir einen guten Rutsch und ein frohes Jahr 2021 in Gesundheit und Glück.